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Dinslaken
Vinzenz fördert Nutzung des Fahrrads

Dinslaken: Vinzenz fördert Nutzung des Fahrrads
Diese Krankenhaus-Mitarbeiter schwören auf E-Bikes (von links): Maika Nawroth, Angelika Tigler, Kevin Cascili, Miriam Magedanz und Radomir Svoboda. FOTO: MB
Dinslaken. Dinslaken will Fahrrad-Stadt werden. Das katholische Krankenhaus unterstützt die eigenen Mitarbeiter bei der Anschaffung eines Zweirades, das für den Weg zur Arbeit und in der Freizeit eingesetzt werden kann. Von Heinz Schild

Begeisterte Fahrradfahrerinnen sind Maika Nawroth und Angelika Tigler schon seit langem. Während Maika Nawroth den Weg von ihrem Zuhause in Voerde zum Katholischen Sankt-Vinzenz-Krankenhaus in Dinslaken, wo sie als Physiotherapeutin arbeitet, bei Wind und Wetter mit dem Rad zurücklegt, bevorzugt Angelika Tigler die Sommermonate, um sich aufs Rad zu schwingen. Doch künftig will auch sie mehr Strecken mit den Fahrrad zurücklegen. "Es ist angenehm, ein E-Bike zu fahren. Man kommt entspannt an und ist auch nicht verschwitzt", sagt Tigler. Inzwischen hat sie sich eine Regencape angeschafft, so dass es jetzt auch mal regnen kann, wenn sie mit dem Rad unterwegs ist. "Ein Wagen ist jetzt kein Thema mehr", sagt sie

Beide Frauen gehören zu den Mitarbeitern des Vinzenz-Hospitals, die das neue Angebot ihres Arbeitgebers genutzt und über diesen ein so genanntes Jobrad bestellt haben. Die Physiotherapeutinnen haben sich für E-Bikes entschieden, die sie seit zwei Wochen nutzen und sind rundum zufrieden. Fuhren sie früher bei einem Fahrrad-Ausflug den Männern hinterher, so haben inzwischen die Männer das Nachsehen, denn mit ihren Räder mit Elektrounterstützung fahren die Frauen problemlos 25 Stundenlimometer schnell. "Und wenn ich selbst noch strample, sind auch 30 Stundenkilometer drin", berichtet Angelika Tigler. Angesichts dieser Geschwindigkeiten denkt sie inzwischen darüber nach, aus Sicherheitsgründen demnächst einen Fahrradhelm zu tragen.

Mittlerweile fahren bereits 36 Mitarbeiter des katholischen Krankenhauses ein Jobrad, zwei Drittel davon sind Elektro-Fahrräder (E-Bikes) ein Drittel normale Räder. David Hettmer, Personalreferent des Vinzenz-Hospitals, war es der auf die Idee mit dem Jobrad kam und sie der Geschäftsführung schmackhaft machte. Bis zur Umsetzung war eine lange Vorbereitungszeit notwendig. Er ist sich sicher, dass noch etliche dieser Jobräder hinzukommen werden und geht zumindest von einer Verdopplung der bisherigen Zahl aus.

Im Mai wurde das Jobrad-Angebot am Vinzenz eingeführt. Die Mitarbeiter können über ihren Arbeitgeber ihr Wunschrad ordern, das für den Weg zur Arbeit und in der Freizeit genutzt werden kann. Der Arbeitgeber least das Wunschrad über ein kooperierendes Leasingunternehmen, das Rad wird über einen Zweirad-Fachhändler an den Mitarbeiter ausgeliefert. Wie David Hettmer erläutert, sind hiesige Händler wie Wüster, Nellessen und Vogel Kooperationspartner. Der Mitarbeiter zahlt über seine monatliche Gehaltsabrechnung einen bestimmten Betrag und kann steuerliche Vorteile nutzen. Der Arbeitgeber übernimmt der anfallenden Versicherungskosten. Der Vertrag läuft drei Jahre, danach muss die Restsumme bezahlt werden, danach gehört das Jobrad dem Mitarbeiter. Die Vorteile dieses Modells sind nach Einschätzung des Personalreferenten vielfältig. Das Krankenhaus als Arbeitgeber steigere seine Attraktivität, die Umwelt werde entlastet, Radfahren sei ein Beitrag zur Gesundheitsförderung, und Mitarbeiter, die sich normalerweise kein E-Bike leisten könnten, erlebten eine neue Mobilität. Geordert werden können Räder im Wert von bis zu 5000 Euro das Stück, das teuerste Rad kostete bislang etwa 4000 Euro.

Quelle: RP
 
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