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Dinslaken
Vinzenz-Hospital übernimmt Erstuntersuchung

Dinslaken. Am Dienstag ging das Hilfegesuch zur Betreuung der Flüchtlinge im katholischen Krankenhaus ein.

Alle gesund und munter - zumindest körperlich - ein beruhigender Befund für die neu angekommenen Flüchtlinge. Denn eine sofortige Untersuchung der in Dinslaken untergebrachten Menschen aus den verschiedensten Krisenorten der Welt, gehört zu den ersten Aufgaben in einer Erstaufnahmeeinrichtung.

Da Dinslaken für die 120 am Dienstag und Mittwoch in der Stadt angekommenen Flüchtlinge als eine Nebenstelle der Landesunterkunft fungiert, mussten vor Ort nun auch die Neuankömmlinge medizinisch untersucht und versorgt werden.

So ging bereits Dienstag ein Hilfegesuch am Sankt-Vinzenz-Hospital ein, mit der Bitte, die Flüchtlinge in den kommenden Tagen zu betreuen. "Unsere Geschäftsführung sagte sofort zu und wir Ärzte hatten uns schon einen Plan zurechtgelegt, wie wir denn die Untersuchungen nach unserer Regelarbeitszeit bewältigen können", erzählt Dr. Manuel Krey, Chef der Notaufnahme des katholischen Krankenhauses .

Dann plötzlich kam der Anruf vom Kreis Wesel. das gesundheitsamt übernehme die notwendigen Untersuchungen, hieß es. Wieder eine kurze Zeit später folgte die Rolle rückwärts. "Die Ärzte des Gesundheitsamtes dürfen nicht behandeln, also sollten wir doch vor Ort erscheinen", berichtet Krey.

Zwei Räume wären in Lohberg provisorisch als Untersuchungszimmer eingerichtet worden. Er habe zum ersten Mal an einer derartigen Aktion teilgenommen, so Manuel Krey und die reibungslose Organisation der Caritas und die Bereitstellung von Dolmetschern habe ihn beeindruckt. "Gute Arbeit", sagt er anerkennend.

Derzeit werden die Neuankömmlinge noch am Sankt-Vinzenz-Hospital einer Röntgenuntersuchung unterzogen.

(big)
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