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Voerde
VKV-Prunksitzung begeistert Narrenvolk

Voerde: VKV-Prunksitzung begeistert Narrenvolk
Ein schnelles Selfie als schöne Erinnerung an eine gelungene Prunksitzung des Voeder Karnevalsvereins - die Veranstaltung fand nach langer Zeit wieder im Schulzentrum statt. FOTO: Gerd Hermann
Voerde. In der voll besetzten Aula am Gymnasium herrschte Partystimmung. Die Jecken boten über vier Stunden Programm. Von Alexander Florié-Albrecht

Eine prunkvoll mit LED-Lichtern ausgestaltete Bühne, eine voll besetzte Aula am Gymnasium, fantasievolle Kostüme von Freddie Mercury auf Stöckelschuhen bis hin zur temperamentvollen Latino-Tänzerin und ein bestens gelauntes Publikum - die Voraussetzungen für die Rückkehr der VKV-Prunksitzung an den Ort zahlreicher Feiern hätten an diesem Abend nicht besser sein können.

Nach dem Einmarsch des Elferrats und der Tanzgarden in den Saal unter der Begleitung des Voerder Tambourcorps begrüßte VKV-Sitzungspräsident Stefan Schmitz die Anwesenden: "Es ist sechs Jahre her, seitdem wir die Veranstaltung hier gemacht haben", brachte sich Schmitz gemäß dem Motto der Session "Durch Dick und Dünn stets mit Helau - rank und schlank beim VKV" mit seinem ganzen humorigen Gewicht mit ein. "Welcher Seite ich zuneige, das dürfen Sie für sich entscheiden - ich denke eher dick", nahm er sich selbst auf den Arm.

Schmitz dankte den vielen Sponsoren, die sich nicht nur für die Veranstaltung, sondern insbesondere für den Erhalt des Voerder Karnevalszuges eingesetzt hatten. Später holte er alle Fraktionsvorsitzenden inklusive Ex-Bürgermeister Leo Spitzer und dem amtierenden ersten Bürger, Dirk Haarmann, auf die Bühne. "Die Unterstützung zeigt die Verbundenheit der Zivilgesellschaft mit dieser Tradition", gab Haarmann das Kompliment an den Unterstützerkreis zurück.

Das Thema Zug-Absage in Rheinberg-Orsoy thematisierte Schmitz kurz, erläuterte, dass die Entscheidung wohl mehr mit der nicht zu händelnden, kurzfristigen Anpassung an das Sicherheitskonzept nach der Loveparade als mit Flüchtlingen zu tun hatte. Und machte klar: "Der Voerder Zug findet natürlich statt."

Nach soviel Ernst war dann Party angesagt - der VKV hatte ein sehr abwechslungsreiches Viereinhalbstunden-Paket geschnürt, das das Publikum wortwörtlich auf die Stühle brachte. Für eine besondere Atmosphäre sorgten die flackernden Leuchtstäbe, die dem Raum eine feierliche Note verliehen.

Den Auftakt bildeten die ganz Kleinen: Die "Sunnies"-Showtanzgruppe des VKV mit fünf jungen Mädchen im Alter von sechs bis zehn Jahren schlugen sich bei ihrem ersten Auftritt sehr wacker, überwanden ihre Anfangsnervosität schnell und wurden vom Publikum begeistert beklatscht. Die älteren "Funkies" überzeugten mit einer charmanten "Footloose" und Country-Rock-Performance. Die erst 19-jährige Dinslakenerin Alicia Röser sorgte im Piratenkostüm und mit fröhlichem Schlager ("Auf die Plätze, fertig ins Glück") für erste Hüftschwünge und Tanz vor der Bühne.

Den Durchstarter des Abends boten die drei Bochumer Horst "Harry" Freckmann, Christian Meier und Robin Husch mit der "Harry Crazy Show": ein 25-minütiges Musikfeuerwerk, bei dem die drei Männer in die Rolle zur Musik schlüpften - ob nun als Rollatoren schiebende Senioren zu dem Stück "Vor mir fährt ein junges Mädchen", als Tina Turner-Imitat oder Heino. Danach holte Ina Colada das Publikum "auf die Stühle, auf die Tische". Absoluter Höhepunkt war die Tanzperformance der neun "Elfen-Boys" des Elferrats, die zu "Hells Bells" in schwarzen Kutten die Bühne betraten, um dann in schneeweißen Anzügen zu 80er-Jahre-Songs wie "Beat it" mit entsprechender "Kampf"-Choreographie und der kollektiven Hebefigur aus "Dirty Dancing" insbesondere die Damen zu Begeisterungsrufen animierten.

Und vielleicht sieht das jecke Publikum im kommenden Jahr einen tanzenden Bürgermeister auf der Bühne - denn bei der Umfrage unter dem Elferrat, wer im kommenden Jahr bei der Truppe mittanzen soll, fiel mehrheitlich sein Name.

Quelle: RP
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