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Voerde
Voerde als Stadt am Rhein erleben

Voerde: Voerde als Stadt am Rhein erleben
Ein Rad- und Wanderweg soll angelegt werden, der von der Voerder Innenstadt bis nach Götterswickerhamm führt und den Rhein erlebbar macht. Für das Projekt werden Kosten in Höhe von rund 350.000 Euro veranschlagt. FOTO: Peggy Mendel
Voerde. Ein sicherer Rad- und Wanderweg soll die Innenstadt mit dem Fluss in Götterswickerhamm verbinden. Geschätzte Kosten liegen bei 350.000 Euro. Kommune hofft auf Aufnahme des Projekts ins Förderprogramm "Grüne Infrastruktur". Von Heinz Schild

Die Stadt Voerde liegt am Rhein - daran wird mit der Installation des Flussverlaufs auf dem neu gestalteten Rathausplatz erinnert. Zudem zeigt die etwa 15 Meter hohe Stele aus Cortenstahl den Rheinpegel bei Götterswickerhamm an. Die enge Beziehung der Kommune soll noch weiter verdeutlicht werden: durch einen "Weg zum Rhein", der von der Voerder Innenstadt bis zum Fluss bei Götterswickerhamm führt. Der "Weg zum Rhein" und das Vorhaben "Renaturierung Mommbach" sind zwei Zukunftsprojekte, mit denen sich die Stadt Voerde an dem Förderprogramm "Grüne Infrastruktur" beteiligen soll, wie die Stadtverwaltung vorschlägt. Mit dieser Anregung wird sich der Planungs- und Umweltausschuss in seiner nächsten Sitzung befassen. Das Gremium tagt morgen ab 16.30 Uhr, im großen Sitzungssaal des Voerder Rathauses.

Voerde als Stadt am Rhein erlebbar zu machen, diese Zukunftsvision wurde bereits 2008/2009 gemeinsam mit den Bürgern im Rahmen von Voerde 2030 entwickelt. Obwohl es nur etwa zwei Kilometer Luftlinie bis zum Rhein sind, "ist eine direkte und vor allem sichere Rad- und Wanderweganbindung aufgrund der an den Gegebenheiten orientierten historischen Stadtentwicklung bisher nicht erreicht worden", wie die Verwaltung in ihrer Vorlage für den Planungs- und Umweltausschuss feststellt. Das soll sich mit Realisierung des Projektes ändern, entstehen soll ein etwa 400 Meter langer Rad- und Wanderweg in Verlängerung der Steinstraße bis zur verkehrsberuhigten Anliegerstraße Unterer Hilding in der Mommniederung. Für diese Anbindung soll auch der Radweg auf der Nordseite der Steinstraße, zwischen Bahnunterführung und Frankfurter Straße (L 396) ergänzt werden. Der neue, knapp 400 Meter lange Rad- und Wanderweg soll 2,5 Meter breit werden.

Zu den Teilvorhaben der Wegführung gehören: ein straßenbegleitender Rad- und Wanderweg auf der Nordseite der Steinstraße zwischen Tennisanlage und Frankfurter Straße; die Verengung der Fahrbahn unter der Eisenbahnüberführung Steinstraße, um eine sichere Wegführung zu gewährleiste; Einbau eines Tropfens an der Einmündung Steinstraße in die Frankfurter Straße als Querungshilfe; Schaffung einer Querungshilfe über die Frankfurter Straße etwa 200 Meter weiter südlich; Bau eines Rad- und Wanderweges zwischen Frankfurter Straße und Unterer Hilding,

Nach den bisherigen Überlegungen der Voerder Verwaltung soll der etwa 400 Meter lange Weg angeböscht und mit wassergebundener Decke angelegt werden. Zudem soll er eine dem Bereich angepasste Einfriedung sowie abschnittsweise Hecken und eine Obstbaumabgrenzung zur landwirtschaften Fläche erhalten.

Für die Umsetzung des Projektes "Weg zum Rhein" rechnet die Verwaltung mit Kosten in Höhe von rund 350.000 Euro (im Einzelnen: 50.000 Euro Weg in der Mommniederung mit Ausgleich; 70.000 Euro Steg; 50.000 Euro Tropfen; 80.000 Euro Querung L 396 und Straßenanpassung; 100.000 Euro Steinstraße zwischen Bahn und L 396). Für das zweite Projekt, die Renaturierung des Mommbachs werden 550.000 Euro veranschlagt. Für beide Vorhaben fallen demnach rund 900.000 Euro an.

Bei einer 80-prozentigen Förderung müsste die Stadt Voerde einen Eigenanteil in Höhe von 180.000 Euro erbringen. Diese Summe ist in der Finanzplanung 2018 bis 2020 noch nicht berücksichtigt.

Quelle: RP
 
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