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Voerde
Voerde will Tagesmütter besser bezahlen

Voerde: Voerde will Tagesmütter besser bezahlen
Monika Himmelberg (Mitte) und ihre Kollegin Sandra Körn (rechts) machen sich für eine bessere Bezahlung der Tagesmütter stark. FOTO: Martin Büttner
Voerde. Stadtverwaltung erbittet sich vom Jugendhilfeausschuss den Auftrag, eine Neuregelung der finanziellen Vergütung zu erarbeiten. Von Heinz Schild

Monika Himmelberg ist eine engagierte Frau, die als Tagesmutter arbeitet und Kinder bei sich zu Hause betreut. Gemeinsam mit ihrer Kollegin Sandra Körn betreibt sie am Mühlenberg die Kindertagespflegestelle Himmelberg. Seit längerem schon macht sich die Spellenerin für eine höhere Vergütung für Tagesmütter und Tagesvater stark. Einen entsprechenden Antrag reichte sie im vergangenen Jahr der Voerder Verwaltung ein. Diese befasste sich daraufhin intensiv mit der Problematik und regt nun eine finanzielle Neuregelung an.

Gegenwärtig zahlt die Stadt Voerde eine Vergütung von 4,20 Euro je Stunde und Kind. Der von der nordrhein-westfälischen Landesregierung empfohlene Satz liegt bei 5,50 Euro. Der Kreis Wesel, der für Kommunen ohne eigenes Jugendamt zuständig ist, zahlt einer Tagesmutter mit der Qualifikation von Monika Himmelberg 4,60 Euro die Stunde, bei der Stadt Dinslaken liegt der Satz schon bei 5,24 Euro.

Monika Himmelberg plädiert in ihrem Antrag zudem für einen finanziellen Zuschlag, der an den so genannten Randzeiten gewährt werden sollte und zwei Euro je Stunde ausmachen könnte. Diese besonderen Betreuungszeiten sind beispielsweise vor 7 Uhr morgens, abends nach 19 Uhr sowie an Wochenenden. Weiterhin regt die Spellenerin eine regelmäßig Erhöhung des Grundbetrags um 1,5 Prozent in jedem Jahr an.

Nach Auffassung der Voerder Verwaltung stellt die Tagepflege "eine qualifizierte, flexible und teilweise alternativlose Betreuungsform für viele Eltern in Voerde dar und ist den Angeboten der Kindertageseinrichtungen rechtlich gleichstellt". Angestrebt werden sollte aus Sicht der Kommune eine finanzielle Verbesserung der Tagespflege durch eine Erhöhung des Stundensatzes, eine Verbesserung der Vergütung der Randzeiten und durch eine Dynamisierung der gewährten Stundensätze. Denn dadurch könnte, so die Verwaltung in ihrer Vorlage für den Jugendhilfeausschuss, "die Kindertagespflege als solche aufgewertet und für Pflegepersonen weiterhin attraktiv gestaltet werden". Zum Umfang der möglichen Erhöhungen werden keine Aussage getroffen. Der Ausschuss soll nun grünes Licht geben zur Erarbeitung einer Neuregelung der Vergütung - unter Beachtung der haushaltsrechtlichen Vorgaben - durch die Verwaltung.

In anderen Punkte, die ebenfalls von Monika Himmelberg angeregt wurden, wie beispielsweise der Gewährung einer Wegstreckenpauschale, der Erhöhung der Nachtpauschale, ist die Verwaltung in ihrer Vorlage diesen Vorschlägen nicht gefolgt. Der Jugendhilfeausschuss tagt heute ab 17.30 Uhr im Sitzungssaal des Voerder Rathauses.

Quelle: RP
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