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Voerde
"Voerder Vogel" für Hermann Klein

Voerde: "Voerder Vogel" für Hermann Klein
Hermann Klein erhielt den Voerder Vogel für Verdienste um die Heimatpflege. Im Bild: Helmut Schneider, Inge Klein, Dirk Haarmann, Heinz Boß. FOTO: privat
Voerde. Heimatforscher erhält die neue "fette Henne" als Überraschungsgeschenk zu seinem 80. Geburtstag. Von Birgit Gargitter

Da schippert Voerdes Urgestein Hermann Klein nichts ahnend mit der River Lady über den Rhein, feiert dort mit Familie, Freunden und Weggefährten, darunter auch Heinz Boß vom Heimatverein Voerde und Dirk Haarmann, erster Bürger der Stadt und Schwiegersohn, den 80. Geburtstag und nach dem Abendessen dann dies - die Überreichung der "fetten Henne". Oder korrekter ausgedrückt des "Voerder Vogels".

Eine Überraschung pur, denn damit hatte der Mann, der nie in erster Reihe stehen will, der erst im vergangenen Jahr den "Dinslakener Pfennig" vom Heimatverein Land Dinslaken erhielt, nicht gerechnet. Denn eigentlich will Hermann Klein keine Auszeichnungen, "ich mache doch nur Arbeiten, die ich auch liebe". Zum Wohle der Region, denn ohne seine Arbeiten wären viele Geschichten, wäre viel Geschichte in Vergessenheit geraten. Das weiß auch der Heimatverein Voerde und so hatte der Vorstand einstimmig beschlossen - der erste "neue" Voerder Vogel gehört Hermann Klein.Und weil man weiß, wie sperrig manchmal der Geehrte sein kann, kamen Schwiegersohn Dirk Haarmann und Heimatvereinsvorsitzender Heinz Boß überein, die "fette Henne" als Geburtstagsüberraschung zu überreichen. Denn "Du hast mit Deiner außerordentlichen Gründlichkeit, viele historische Themen unserer Heimat verständlich aufbereitet", so Boß in seiner Laudatio.

1935 sei Hermann Klein geboren, in einer Zeit, "da Deutschland auf die dunkelste Zeit seiner Geschichte zuging", so Boß weiter, "denn die Jahre von 1933 bis zum Ende des Zweiten Weltkrieges werden unrühmlich und unvergessen bleiben". Für den Heimatverein Voerde seien diese Ereignisse in diesem Jahr wieder recht deutlich geworden, "haben wir doch als Heimatverein an den 23. März, der 70-jährigen Rheinüberquerung der Alliierten gedacht". Und wie bereits ein Jahr zuvor, zum Jahrestag des Ersten Weltkrieges, hatte auch für die Rheinüberquerung Hermann Klein eine Ausstellung vorgestellt, die nicht nur gut besucht war, sondern auch zum Nachdenken angeregt hat. Wann immer Geschichtliches zu Voerde und seiner Umgebung geschrieben, erarbeitet oder als Feier umgesetzt werden sollte, Hermann Klein weiß stets Bescheid und hilft, wo er nur kann. Ein wandelndes Lexikon, so hatte ihn Dirk Haarmann bezeichnet. Ein wunderbarer Mensch, der die Auszeichnung um die Verdienste der Heimatforschung wirklich verdient hat.

Zum ersten Mal wurde der "Voerder Vogel" 1988 überreicht. Bis in die 2000er bekamen ihn diejenigen verliehen, die sich um die Heimatpflege verdient gemacht hatten. Dann wurde die Verleihung eingestellt. In diesem Jahr wurde der von Gerhard Finke gestaltete Vogel in verkleinerter Form neu aufgelegt.

Quelle: RP
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