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Dinslaken
VW-Stiftung fördert Uni-Forschung

Dinslaken. Gefördert werden Promotionskollegs, die berufliche Praxis und Doktoranden zusammenbringen sollen.

Gemeinsam besser: Das Motto der Universitätsallianz Ruhr (UA Ruhr) hat sich bestätigt bei einer aktuellen Ausschreibung der VolkswagenStiftung. Diese bewilligte jetzt acht Promotionskollegs, um Wissenschaft und berufliche Praxis auf dem Weg zum Doktortitel stärker miteinander zu verzahnen. Zwei dieser Nachwuchsforscherschmieden kommen an die UA Ruhr.

Die Flüchtlingskrise beschäftigt die Deutschen wie derzeit kaum eine andere Frage - wie aber gehen die Medien in den Herkunftsländern der Migranten mit der Thematik um? Welche Rahmenbedingungen haben Einfluss darauf, dass Medien beispielsweise in Afrika nicht ausreichend über Korruption, politische Krisen und bewaffnete Konflikte berichten können - all jene Faktoren, die die Geflüchteten aus den Ländern treiben? Und wo kann der Westen ansetzen, um in diesen Staaten im Umbruch besseren Journalismus, und damit mehr Qualität und Objektivität in der Berichterstattung, zu fördern?

Dies sind Kernfragen eines neuen Forschungskollegs der kommunikationswissenschaftlichen Institute der UA Ruhr. Das Projekt wird mit etwa 1,7 Millionen Euro gefördert. Antragsteller sind Prof. Susanne Fengler (Technische Universität Dortmund), Prof. Barbara Thomaß (Ruhr-Universität Bochum) sowie Prof. Jens Loenhoff (Universität Duisburg-Essen).

Die Doktoranden verbringen eine bis zu einjährige Praxisphase bei renommierten Stiftungen und sammeln auf diesem Weg zusätzlich wertvolle Praxiserfahrung. Partner des Projekts sind die Deutsche Welle Akademie, die Friedrich-Ebert- und Konrad-Adenauer-Stiftung, die African Media Initiative, Media in Cooperation and Transition (MiCT) sowie der Catholic Media Council und die schweizerische Fondation Hirondelle. Möglich wurde der Antragserfolg bei der VolkswagenStiftung insbesondere auch durch eine mehrjährige Förderung der Zusammenarbeit der drei Medien-Institute durch das Mercator Research Center Ruhr (MERCUR) in der Graduiertenschule "School of International and Intercultural Communication" (SIIC).

Jubeln können auch die Nordamerika-Experten des RuhrCenter of American Studies: Im neuen Forschungskolleg "Scripts for Postindustrial Urban Futures: American Models, Transatlantic Interventions" wollen die Geisteswissenschaftler gemeinsam herausfinden, mit welchen Strategien sich die "alten" amerikanischen und deutschen Kohle-, Stahl- und Auto-Städte neue, wegweisende Zukunftsszenarien erarbeiten können. Um das Stadtmarketing detaillierter zu untersuchen, werden demnächst acht Nachwuchsforschende bis zu ein Jahr lang bei deutschen und nordamerikanischen Unternehmen arbeiten. Im Fokus stehen die Bereiche Stadtverwaltung und -entwicklung, Kultur, Bildung, Transport und nachhaltiges Bauen und Wohnen. Vor Ort analysieren die Promovierenden gegenwärtige Modelle, Selbstbeschreibungsprozesse und Handlungslogiken - kurz "Scripts". Diese Drehbücher beinhalten Geschichten aus der Vergangenheit mit folgenreichen Szenarien für die Zukunft. Dieses originelle Forschungs- und Ausbildungskonzept fördert die VolkswagenStiftung bis 2022 mit gut 1,7 Millionen Euro.

Quelle: RP
 
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