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Dinslaken
Waldfriedhof: Sozialgebäude wird günstiger

Dinslaken. Erste Baumaßnahme soll nun nur noch gut eine Million Euro kosten.

Dass auf dem Waldfriedhof in Oberlohberg umfangreiche Neubaumaßnahmen notwendig sind, ist spätestens seit der Diskussion vor der Sommerpause bekannt. Damals stand für die Erneuerung des Sozialgebäudes mit Werk- und Fahrzeughalle sowie der Aussegnungshalle zunächst eine satte Summe von gut fünf Millionen Euro im Raum - doch es werde günstiger, hatte Planungsdezernent Dr. Thomas Palotz damals zugesagt. Die Politik beschloss, zunächst nur das Betriebsgebäude zu erneuern und gab die Konkretisierung der Planung in Auftrag. Diese legt die Verwaltung jetzt vor: Der Neubau der Gebäude, die aufgrund von Bergschäden und Schimmelbildung - die Fahrzeughalle musste bereits geräumt werden - einen hohen Sanierungsbedarf aufweisen, wird mit gut einer Million Euro veranschlagt (zuzüglich anteiliger Abbruchkosten in Höhe von 76. 000 Euro). In einer ersten Schätzung war im Mai noch von 1,3 Millionen Euro die Rede. Einsparungen konnten dadurch erzielt werden, dass Ingenieursleistungen nicht extern, sondern im eigenen Haus erbracht wurden, erklärte Stadtsprecher Horst Dickhäuser.

Der Abriss des Betriebsgebäudes ist erst nach der Fertigstellung der neuen Aussegnungshalle vorgesehen. Diese war in einer ersten Schätzung mit rund 3,5 Millionen veranschlagt worden - soll aber ebenfalls günstiger werden. Die Planungen hierzu will die Verwaltung der Politik 2017 zur Abstimmung vorlegen, so dass - wenn die Zustimmung erfolgt - ein Neubau 2018/19 umgesetzt werden könnte. Die Halle werde kleiner als die bestehende geplant, so Dickhäuser. Statt 240 soll sie nur noch bis zu 150 Plätze bieten, die Zahl der gekühlten Leichenzellen soll von zehn auf sechs verringert werden.

Das neue Betriebsgebäude wird neben dem bestehenden errichtet und umfasst eine Fläche von 175 Quadratmetern für das Sozialgebäude und 216 Quadratmetern für die Fahrzeughalle. Von den 687. 000 Euro Bergschadensersatzansprüchen, die an die Stadt fließen, entfallen knapp 90. 000 Euro auf das Betriebsgebäude/Fahrzeughalle, der Rest auf die Aussegnungshalle und den Parkplatz.

Noch nicht zu beziffern ist, wie sich die Pläne auf die Friedhofsgebühren auswirken wird. In einer ersten Prognose spricht die Verwaltung von einem Anstieg um 5,6 Prozent durch den Neubau des Betriebsgebäudes. Die Zahl sei keineswegs sicher, betont Dickhäuser.

(rme)
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