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Dinslaken
Walsum Papier: Möglicher Investor abgesprungen

Dinslaken. Ein möglicher Investor, der Interesse an der insolventen Papierfabrik Walsum hatte und hinsichtlich einer Übernahme Gespräche mit dem vorläufigen Insolvenzverwalter Andreas Röpke führte, ist abgesprungen. Es gibt allerdings noch mindestens einen weiteren Interessenten, mit dem Röpke von der Duisburger Kanzlei "hrm Henneke Röpke Rechtsanwälte" noch im Gespräch ist. Die Episode mit Green Elephant, einem Finanzinvestor aus Luxemburg, der die Walsumer Papierfabrik nach deren Insolvenz im Februar übernommen hatte, ihr dann aber nicht die benötigten Gelder für den laufenden Betrieb zur Verfügung stellte und sie dadurch nach nur etwa einem Monat wieder in die Zahlungsunfähigkeit schlittern ließ, hat dem Walsumer Werk nach Einschätzung des dortigen Betriebsratsvorsitzenden Jürgen Strauß sehr geschadet.

Diese Entwicklung habe Kunden und Lieferanten verunsichert. Die Papierproduktion in Walsum läuft gegenwärtig weiter. "Die Aufträge werden erfüllt", sagte Jürgen Strauß gestern im RP-Gespräch und bekräftigte: "Wir geben nicht auf." Die Belegschaft mache ihre Arbeit, "auch wenn die Köpfe nach dem erneuten herben Rückschlag etwas hängen", so der Betriebsratsvorsitzende. Er hofft allerdings, dass das Werk doch gerettet werden kann und die dortigen 270 Arbeitsplätze erhalten bleiben.

(hsd)
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