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Dinslaken
Wardter Wasser sprudelt aus den Hähnen

Dinslaken. Zwischen APX und Südsee stehen die Brunnen, aus denen Trinkwasser für Xanten, Sonsbeck und teils Alpen stammt.

wesel (möw) Wenn in Xanten und Sonsbeck, größtenteils auch in Alpen, Wasser aus dem Hahn sprudelt, stammt das im Regelfall aus dem Wasserwerk in Wardt. Gutes Trinkwasser, das stets überprüft wird und allen Anforderungen der Trinkwasserverordnung entspricht. Betriebsleiter Florian Meermann und sein Team sorgen dort mit der Enthärtungsanlage dafür, dass die Härte des Grundwassers reduziert wird, so dass Haushaltsgeräte und Armaturen geschont werden. Dass trotz der großen landwirtschaftlichen Flächen im Einzugsbereich der Brunnen auch die Nitratbelastung kein Thema ist, das bewirkt seit 20 Jahren eine Kooperation zwischen dem Kommunalen Wasserwerk und der Landwirtschaft. Ein Blick zurück in die 80er Jahre: Trotz der Ausweisung von Wasserschutzgebieten, strengeren Bewirtschaftungsauflagen und behördlichen Kontrollen ist die Wasserqualität überall im Land in Gefahr. Steigende Nitratgehalte und Pflanzenschutzmitteleinträge im Oberflächenwasser bereiten Sorgen. So können die Vorgaben der Trinkwasserverordnung auf Dauer nicht mehr erreicht werden. Statt noch mehr Kontrollen und Verboten setzte die Wasserwirtschaft auf die freiwillige enge Zusammenarbeit mit den Landwirten. "Es ging darum, Verständnis für die Anforderungen zu schaffen, den Landwirten zu helfen und auch Anreize für sie zu schaffen", fasst Otfried Kinzel, Geschäftsführer des Wasserwerk zusammen. Unter dem Motto "Kooperation statt Konfrontation" arbeiten Landwirtschaft und Wasserwirtschaft in NRW seitdem gemeinsam am Schutz des Trinkwassers. Ziel ist die Sicherung der Trinkwasserversorgung und Sicherung der Existenzfähigkeit der landwirtschaftlichen Betriebe. Im Vorgriff auf das Wasserrecht für Wardt, das 1997 neu erteilt wurde, wurde im März 1996 mit der Kreisbauernschaft Wesel, der Landwirtschaftskammer Rheinland und der KWW GmbH auch ein Kooperationsvertrag rund um Xanten geschlossen. 32 Landwirte gehören der Kooperation an.

Mittler zwischen den Interessen von Wasserwirtschaft und Landwirten ist Hermann Verweyen-Thenagels, Berater bei der Landwirtschaftskammer. Derzeit läuft wieder eine Beprobung der Messstellen im Wardter Einzugsgebiet. Kinzel: "Ergebnisse liegen noch nicht vor. Trotzdem lässt sich als Fazit von 20 Jahren Kooperationsarbeit festhalten: Das Verständnis füreinander und die unterschiedlichen Interessenlagen ist gewachsen."

Quelle: RP
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