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Dinslaken
Warum die EGRR einen Sonderstatus hat

Dinslaken. Die Genossenschaft mit Sitz in Dinslaken will mit Strom, Gas und Energieberatung punkten.

In Deutschland existieren rund 1000 Energie-Genossenschaften. In diesem Feld nimmt die Energiegenossenschaft Rhein-Ruhr (EGRR) mit Sitz in Dinslaken einen Sonderstatus ein. Während die anderen fast ausschließlich lokal und auf einzelne Projekte bezogen handeln, engagiert sich die EGRR bundesweit für die Umsetzung der Energiewende. Neue Ideen sollen unabhängig von ihrer Rentabilität ausprobiert werden. Ein wichtiges Thema ist die dezentrale Energieproduktion, zum Beispiel mittels Photovoltaik oder Kraft-Wärme-Kopplung. "Seit unserer Gründung im Jahr 2007 haben wir uns erfolgreich am Energiemarkt etabliert. Unser Geschäftsmodell ermöglicht uns ein kontinuierliches und solides Wachstum", sagt Vorstandsvorsitzender und Gründer Gerfried I. Bohlen. Die EGRR will mit den Kernprodukten Strom und Gas, einer fundierten Energieberatung sowie einem ausgeprägten Service punkten.

Weil die EGRR auch auf den Spotmärkten einkauft, sind beim Strom rund 20 Prozent und beim Gas bis zu zehn Prozent weniger Kosten möglich. Für eine besonders hohe Versorgungssicherheit wurde ein eigenes Risikomanagement aufgebaut. "Wir sind auf alle möglichen Risiken eingestellt. Das ist weitaus wichtiger als nur günstige Energiepreise", sagt Bohlen. Darüber hinaus bietet die EGRR Beratungen und Lösungen an, den Energieverbrauch langfristig zu reduzieren - von Thermografie-Untersuchungen bis zum Energiemanagement, mit einer systematischen Herangehensweise, um den betrieblichen Energieeinsatz zu planen und nachhaltig zu optimieren.

Fünf der neun Mitarbeiter sollen dafür sorgen, dass mögliche Probleme schnell aufgenommen und gelöst werden. Mittlerweile vertrauen 20.000 Kunden auf die Produkte und Dienstleistungen. 4000 sind Mitglieder der Genossenschaft. Diese partizipieren mit Anteilen von jeweils 100 Euro an der EGRR. "Das stärkt unseren Markteinfluss und ermöglicht uns, über das vorhandene Kapital auch die Versorgungssicherheit unserer Kunden zu gewährleisten", sagt Bohlen. Die Energiewende sei auch ohne staatliche Subventionen machbar.

Quelle: RP
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