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Dinslaken
Weg ist frei für neue Stadthalle

Dinslaken: Weg ist frei für neue Stadthalle
So soll die renovierte und umgebaute Kathrin-Türks-Halle nach ihrer Fertigstellung aussehen. FOTO: Blocher und Blocher
Dinslaken. Die Mitglieder des Dinslakener Rates votierten gestern einstimmig für die Sanierung und Erweiterung der Kathrin-Türks-Halle. Von Heinz Schild

Lange schon müssen die Dinslakener ohne ihre Stadthalle auskommen. Seit Anfang des Jahres 2016 ist sie geschlossen, nun steht ihre Sanierung und Erweiterung an. Diesen Beschluss fassten die Mitglieder des Dinslakener Stadtrates in ihrer gestrigen Sitzung einstimmig. Die Gesamtkosten für das Vorhaben liegen im günstigsten Fall bei 26,5 Millionen Euro, maximal betragen die Herstellungskosten 28,5 Millionen Euro. Ein großes Schild, das seit gestern auf dem Platz vor der Halle steht, zeigt, wie diese nach ihrer Fertigstellung aussehen soll, zu lesen ist: Eine Halle für alle - Wir freuen uns auf die Wiedereröffnung der Kathrin-Türks-Halle.

Diskutiert werden musste im Rat nicht mehr über das Vorhaben, denn in ihrer Zustimmung waren sich die Fraktionen einig. Für die SPD betonte Ronny Schneider, dass es bei diesem Projekt gut und wichtig gewesen sei, die Bürgerbeteiligung ernst zu nehmen. Die Architekten hätten die Anregungen, die von den Bürgern gemacht wurden, aufgegriffen und in ihren Planungen berücksichtigt. Ergebnisse seien der erweiterte Gastronomiebereich, die Außenterrasse und auch die Schließfächer, für die sich die künftigen Hallenbesucher ausgesprochen haben. "Die breite Bürgerbeteiligung kam dem Projekt zugute", stellte Schneider fest. Die vorgelegte Finanzierungsplanung bezeichnete er als "sehr seriös".

Lebhaft diskutiert wurde allerdings über die neue Querungshilfe auf der Wilhelm-Lantermann-Straße in Höhe der Bahnstraße. Denn die soll demontiert werden. Einen entsprechenden Antrag hatte die SPD-Fraktion eingebracht und der stand gestern zur Beratung auf der Tagesordnung. Das Thema war bereits im Bauausschuss unter Anfragen erörtert worden. Dieses Gremium hatte sich dann dafür ausgesprochen, die Querungshilfe zu demontieren, doch hatte die Verwaltung diesen Beschluss später beanstandet. Daraufhin stellte die SPD einen entsprechenden Antrag, den der Rat nun diskutierte. Malte Kemmerling von der Bewegung für nachhaltige Politik (BNP) konnte sich mit dem Gedanken, die Radfahrerquerungshilfe abzubauen, gar nicht anfreunden. Für einen solchen Beschluss müsse es eine Faktenbasis geben, die nicht vorliege. Er warnte deshalb vor einem Schnellschuss und plädierte dafür, den Antrag erst im nächsten Sitzungslauf zu behandeln. Nur zu sagen, durch die Querungshilfe und die zu kurze Linksabbiegespur in die Bahnstraße entstünden Staus auf der Wilhelm-Lantermann-Straße, die bis zur Kreuzung Hünxer Straße reichten, war ihm zu wenig. Das sah der Sozialdemokrat Ronny Schneider natürlich anders. Für ihn stellt die Wilhelm-Lantermann-Straße ein Sorgenkind der Stadt dar, er erinnerte an die dort vorkommende hohe Feinstaubbelastung. Da müsse schnell gehandelt werden. Es gelte daher abzuwägen, was einem wichtiger sei, eine Querungshilfe für Radfahrer oder dass der Verkehr dort fließe. Er sprach sich entschieden dagegen aus, selbst noch für Staus auf dieser Straße zu sorgen. Planungsdezernent Thomas Palotz bat abzuwarten, bis die Verkehrserhebung für diesen Bereich abgeschlossen sei. Diese Zeit bekam er nicht, der Rat entschied, die Querungshilfe abzubauen.

Behandelt wurde auch der Antrag der Hockeyabteilung des TV Jahn Hiesfeld, die eine Erweiterung der Hockey-Kunststoffrasenfläche beantragt, die Stadt um Kostenbeteiligung und Erhöhung des jährlichen Zuschusses gebeten hat. Darüber wird im Rahmen der anstehenden Haushaltsberatungen entschieden.

Quelle: RP
 
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