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Voerde
Wehr Friedrichfeld zeitweise nicht einsatzfähig

Voerde: Wehr Friedrichfeld zeitweise nicht einsatzfähig
Bei den Starkregenfällen am vergangenen Mittwoch drang Wasser über das Dach des neuen Feuerwehrgerätehauses ins Innere des Gebäudes ein. Das führte dazu, dass der Löschzug Friedrichsfeld zeitweise nicht einsatzfähig war. FOTO: Martin Büttner
Voerde. Wassereinbruch ins neue Gerätehaus des Löschzuges an der B 8/ Hugo-Mueller-Straße. Strom musste abgestellt werden. Von Heinz Schild

Als die Mitglieder des Löschzugs Friedrichsfeld am Mittwoch Abend nach einem Einsatz, bei dem sie an der Bülowstraße einen mit Wasser vollgelaufenen Keller leerpumpen mussten, in ihr Feuerwehrgerätehaus zurückkehrten, erlebten sie eine böse Überraschung. Es hatte in ihrer neuen Unterkunft "einen Wassereinbruch auf allen Ebenen" gegeben, wie Löschzugführer Frank Egener gestern gegenüber der RP erklärte. Alle Räume seien betroffen, mit Ausnahme der Fahrzeughalle. Wegen des Wasserschadens musste aus Sicherheitsgründen der Strom in dem Gebäudetrakt abgestellt werden. Elektrisch betriebene Tore konnten nicht mehr bedient werden. Der Löschung war nicht mehr einsatzfähig. Dies galt von Mittwoch 22.30 Uhr bis gestern gegen 16 Uhr.

Trotz des zeitweisen Ausfalls des Friedrichsfelder Löschzugs sei die Einsatzbereitschaft der Feuerwehr insgesamt stets gewährleistet und die Sicherheit in Voerde nicht beeinträchtigt gewesen, erklärte die zuständige Beigeordnete Simone Kaspar. Die Löschzüge Voerde und Spellen wären im Ernstfall eingesprungen.

Löschzugführer Frank Egener informierte noch am Mittwochabend den Leiter der Feuerwehr, Dirk Bosserhoff, und das Voerder Ordnungsamt über den Wassereinbruch im Gerätehaus. Die Leitstelle der Feuerwehr nahm den Löschzug Friedrichsfeld aus der Einsatzbereitschaft heraus. Die Wehrleute verzichteten bewusst darauf, die Räume ihres Gerätehauses vom Wasser zu befreien, damit die Verantwortlichen bei der Stadt und auch der Eigentümer des Gebäudes sich "ungeschönt" das Ausmaß des Schadens ansehen konnten. Ziel müsse es sein, so der Löschzugführer, nachzubessern, um möglichst "schnell wieder die Einsatzbereitschaft herzustellen". Wie Frank Egener weiter berichtete, habe es in der Vergangenheit am Feuerwehrgerätehaus immer mal wieder Schäden gegeben. Diese seien allerdings nicht mit dem Wassereinbruch durch die Starkregenfälle am vergangenen Mittwoch zu vergleichen gewesen.

Vertreter der Stadt Voerde und des Immobilienbesitzers waren nach Aussage der Beigeordneten Simone Kaspar gestern vor Ort. Ein Dachdecker wurde hinzugezogen, der die Schadensstelle ausfindig machen konnte. Während des Starkregens war auf dem Flachdach der Ablauf nicht mehr gewährleistet, das Wasser suchte sich seinen Weg und konnte ins Innere des Gebäude fließen. Das wird nun geändert. Wie die Beigeordnete berichtete, wurde in den letzten Wochen bereits beobachtet, dass Wasser ins Gebäude gelangt - allerdings nicht in den Ausmaßen wie am Mittwoch. Der entstandene Schaden sei schon "sehr ärgerlich" und seine Beseitigung mit Aufwand verbunden, meinte die Beigeordnete. Lob zollte sie der Friedrichsfelder Wehr, die umgehend reagiert und den Schaden sofort gemeldet habe. Sie dankte den Beteiligten für die Mitwirkung.

Der Löschzug Friedrichsfeld hat sein neues Gerätehaus an der Hugo-Mueller-Straße/ B 8 erst vor wenigen Monaten bezogen. Der Neubau wurde Ende März offiziell übergeben. Vorher residierte die Wehr an der Böskenstraße, in einem Gebäude aus dem Jahre 1968. Da das dortige Geätehaus nicht mehr den heutigen Anforderungen entsprach, entschloss sich die Kommune, den Löschzug Friedrichsfeld in einer neuen Unterkunft unterzubringen Diese sollte an zentraler Lage an der B 8 stehen. Der Gebäudekomplex wurde von einem Investor gebaut und an die Stadt Voerde vermietet. Der Bezug des neuen Gerätehauses verzögerte sich. Nachdem die Wehr sich in ihrer neuen Unterkunft eingerichtet hatte, gab es weiteren Ärger. Vom Löschzugführer wurde damals unter anderem die Feuerwehrausfahrt zur B 8 kritisiert. Auch wurde darauf hingewiesen, dass eine Beschriftung des Gebäudes fehle, es nicht als Feuerwehr-Gerätehaus wahrgenommen werde. Damals entbrannte auch eine Diskussion über Wertschätzung, die Feuerwehrleuten entgegengebracht wird.

Quelle: RP
 
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