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Dinslaken
Weniger Verkehrsunfälle in Dinslaken

Dinslaken: Weniger Verkehrsunfälle in Dinslaken
Bei diesem Unfall am 22. Oktober vergangenen Jahres prallte ein Autofahrer mit seinem Wagen auf der Hünxer Straße in Lohberg mit hoher Geschwindigkeit gegen einen am Fahrbahnrand abgestellten Lkw. Die beiden Insassen des Autos erlitten schwere Verletzungen. FOTO: stoffel
Dinslaken. 2017 gab es im Kreis Wesel weniger Unfälle mit weniger Todesopfern und Verletzten. In Dinslaken sank die Zahl um 304 auf 2521. Zugenommen hat die Zahl der Unfälle mit Pedelecs. Von Fritz Schubert

Die Zahlen zur Verkehrsunfallentwicklung 2017 im Kreis Wesel lassen hoffen. Ansgar Müller, Landrat und Leiter der Kreispolizeibehörde Wesel, sprach gestern von einer "durchgehend positiven Bilanz". So nahm die Häufigkeitskennzahl (pro 100.000 Einwohner) um 57 auf 3445 ab, während fürs Land NRW ein Anstieg um 75 auf 3658 zu Buche schlug. War seit 2012 (13.385 Unfälle) die Kurve stets nach oben gegangen, so zeigt sich nach 16.200 Unglücken in 2016 jetzt mit 15.940 eine Abwärtsbewegung.

Müller und Polizeispitzen sehen sich mit eigenen Anstrengungen am Erfolg beteiligt. Zum Beispiel bei den laut Landrat "erfreulichen" Zahlen bei den Unfällen mit Kindern. Schulwegsicherung, Elternbriefe und ähnliche Instrumente bewirkten dies mit, wenngleich der motorisierte Verkehrsteilnehmer gegenüber den Jüngsten weiter zu besonderer Aufmerksamkeit aufgefordert bleibe. Die Auswertungen ergaben übrigens, dass bei Kindern zu zwei Dritteln die Unfallgegner die Verursacher waren. Nach vielen Werten um 200 im vergangenen Jahrzehnt nahmen die Unfälle mit Kindern von 174 in 2016 nun auf 158 ab. Darunter waren in 108 Fällen (2016: 129) die Kinder als aktive Verkehrsteilnehmer betroffen.

Besonderes Augenmerk gilt regelmäßig den Unglücken mit tödlichem Ausgang. Insgesamt waren im vergangenen Jahr 18 Todesopfer (2016: 19) zu beklagen. Darunter waren sieben Senioren (sieben), ein junger Fahrer (drei) und ein Kind (-). In Erinnerung blieb unter anderem der bis heute ungeklärte Fall eines 25-Jährigen, der in der Nacht zum 15. Juli in Alpen am Boden liegend auf der Ulrichstraße überfahren und getötet wurde. Der Verursacher wurde nicht gefunden. Die Spurenlage blieb dünn. Laut Müller kann es sein, dass der Mann vom Reifen eines Anhängers getroffen wurde, was der Fahrer möglicherweise gar nicht bemerkte.

Interessant war die Entwicklung bei den Unfällen mit Fahrrädern und Pedelecs. So stieg die der Pedelecfahrer zwar um zehn auf 68 an, was die Experten im Wesentlichen dem Zuwachs an Pedelecs zuschreiben, doch nahm zugleich die Gesamtmenge der verunglückten Radler, in der die Pedelecfahrer enthalten sind, um 38 auf 441 ab.

Mit den Polizei-Direktionsleitern Wolfgang Tühl (Gefahrenabwehr/ Einsatz) und Dietmar Leyendecker (Verkehr) kündigte Müller an, dass 2018 der Kampf gegen Handynutzung am Steuer weiter ein Schwerpunkt sein wird. Belastbare Zahlen zu Unfällen gebe es hier zwar nicht, aber die Ablenkung sei groß und enorm gefährlich. Jeder wisse das, und trotzdem sei es täglich im Verkehr zu beobachten. Auch wünschen sich die Beamten modisch schickere Helme, damit mehr Radler ihren Kopf damit in Sicherheit bringen.

Die Bilanz nach Kommunen: Wesel 2365 Verkehrsunfälle (2016: 2319), Dinslaken 2521 (2825), Hamminkeln 639 (621), Voerde 727 (704), Hünxe 438 (417), Schermbeck 347 (377), Moers 4482 (4414), Kamp-Lintfort 1385 (1359), Neukirchen-Vluyn 877 (907), Rheinberg 902 (952), Xanten 591 (668), Alpen 396 (352), Sonsbeck 270 (274)

Quelle: RP
 
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