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Dinslaken
Wenn Menschen Hilfe benötigen

Dinslaken. Jahresbilanz der Katholischen Ehe-, Familien- und Lebensberatungsstelle

452 Menschen haben im vergangenen Jahr Hilfe bei der Katholischen Ehe-, Familien- und Lebensberatungsstelle in Dinslaken (Danziger Straße 3) und Duisburg-Rheinhausen gesucht - 12 weniger als im Vorjahr. Menschen mit und ohne Migrationshintergrund, die Gewalt und Ablehnung, Misshandlung, Ausgrenzung, Vernachlässigung oder sexuellen Missbrauch erleben und Hilfe bei der Bewältigung brauchen. Für Familien mit erwachsenen Kindern ist die Beratung ebenso Anlaufstelle, wenn es um den Umgang mit den Enkelkindern oder die Bewältigung von Betreuung und Pflege eines alten oder kranken Menschen geht.

Ein Schwerpunkt der Beratungsstelle in Dinslaken liegt auf der Beratung von Paaren, bei denen ein Partner chronisch krank ist. Ein Drittel (32,1 Prozent) der Ratsuchenden war zwischen 40 und 49 Jahren alt, 27 Prozent zwischen 50 und 59 sowie 24,1 Prozent zwischen 30 und 39. 7,5 Prozent der Ratsuchenden waren älter als 60, 9,3 Prozent zwischen 18 und 29. Oft sind es nicht mehr als drei Gespräche, in denen die Menschen mit den Beratern neue Perspektiven entwickeln - 25 Prozent der Fälle konnten nach einem, 23 Prozent nach bis zu drei Gesprächen abgeschlossen werden. In 24,8 Prozent brauchte es bis zu zehn Termine. Bei 48 Prozent der Beratungen handelte es sich um Einzelgespräche mit Frauen, 32,7 Prozent waren Paar- oder Familiengespräche, 10,7 Prozent Einzelgespräche mit Männern, 8,6 Prozent Gruppengespräche.

In personen-, partner-, familienbezogene und gesellschaftliche Themen unterteilt die Beratungsstelle die Probleme statistisch. Bei den personenbezogenen Gesprächen ging es häufig um Fragen des Selbstwerts, um kritische Lebensereignisse, um Depressionen oder Probleme im Sozialkontakt, Ängste und körperliche Erkrankungen. Partnerbezogene Themen waren vor allem die Kommunikation, die Herkunftsfamilie, Trennungsfragen und Streit. Bei familienbezogenen Themen ging es oft um das familiäre Umfeld und Auffälligkeiten der Kinder. Gesellschaftliche Themen drehten sich oft um die Wohnsituation. Die Beratung ist kostenfrei und konfessionsunabhängig, wird aus kirchlichen Mitteln finanziert und von Land, Stadt Dinslaken und Kreis Wesel unterstützt. Kontakt: Telefon 02064 58645 oder per Mail unter efl-dinslaken@bistum-muenster.de

Quelle: RP
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