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Dinslaken
Wenn Pflanzen den Gehweg zuwuchern

Dinslaken: Wenn Pflanzen den Gehweg zuwuchern
Spaziergänger sind auf dem Radweg der Averbruchstraße (kurz vor der Buchenstraße) unterwegs, weil der angrenzende Fußweg so stark von Pflanzen überwuchert ist, dass er in diesem Bereich nicht nutzbar ist. Das kann für Spaziergänger zu brenzligen oder gar gefährlichen Situationen mit Radfahrern führen. FOTO: Martin Büttner
Dinslaken. Die Beseitigung von Gefahrenstellen hat bei Grünschnittarbeiten, die von städtischen Mitarbeitern durchgeführt werden, Vorrang. Bürger können der Dinslakener Verwaltung Problembereiche melden. Von Heinz Schild

Geht es um den Pflegezustand der Geh- und Radwege, so hat Ralf Bieniek den Eindruck gewonnen, dass der Averbruch etwas stiefmütterlich behandelt wird. Etliche Wege seien derart "mit Unkraut überwuchert, dass an einigen Stellen eine gefahrlose Nutzung nicht möglich ist. Fußgänger sind gezwungen, die Radwege oder die Straßen zu benutzen." Als zwei Beispiele nennt er die Schloßstraße im Bereich der Emscherbrücke und die Averbruchstraße. In beiden Fällen, er hat sie mit Fotos dokumentiert, wächst Unkraut weit in den Gehwegbereich hinein. Hier müsste das Grün dringend beseitigt werden.

Seine Frau Petra Bieniek weist auf die großen Kastanienbäume hin, die an der Emscherbrücke stehen. Gegenwärtig werfen diese ihre Kastanien ab, die dann am Boden liegen und für "Radfahrer und Fußgänger zu einem Problem werden", eine Stolper- und Rutschgefahr darstellen. Zudem weist sie auf den Weg des Emscherdamms hin, dessen Schotter immer wieder auf den Gehweg rutscht. Dies stellt nach ihrer Überzeugung eine Gefahr dar, da Fußgänger dort leicht wegrutschen könnten. "Da muss dringend etwas getan werden", meint Petra Bieniek.

"Wir sind dran mit dem Grünschnitt", erklärte gestern Dr. Marcel Sturm, Pressesprecher der Stadt Dinslaken, auf Nachfrage. Die städtischen Mitarbeiter seien ganzjährige damit befasst. Es gebe bestimmte Zeiten, da sei das Problemen größer, Besonders im Frühjahr und im Herbst seien viele Pflegearbeiten notwendig, im Dezember und Januar eher weniger. Regne es viel, sprieße in der Vegetationsphase das Unkraut. Wo wucherndes Strauchwerk oder auch Unkraut an Geh- und Radwegen zu einer Gefahr werden könnten, werde es sofort beseitigt. Gefährdungsstellen gingen vor, andere Bereiche müssten dann warten. "Alles auf einmal geht nicht", erklärte Sturm, dies sei der personellen Situation geschuldet. Mehr Personal bedeute höhere Kosten.

Ein Mal pro Woche wird nach Aussage des Pressesprechers jeder Radweg in Dinslaken mit der städtischen Kehrmaschine befahren und gereinigt, wo es möglich ist, wird zum Teil auch der Gehweg mit gesäubert. Werden gegenwärtig Haselnüsse und Kastanien maschinell aufgekehrt, müssten die städtischen Kräfte sich nur kurz umdrehen und würden sehen, wie bereits die nächsten dieser Früchte hinter ihnen zu Boden fallen. Gegenwärtig gehen bei der Dinslakener Verwaltung drei bis vier Meldungen pro Woche ein, dass Grün, das auf privaten Grundstücken steht, auch Gehweg überwuchert. In diesen Fällen, so berichtete der Stadtpressesprecher, werde der Grundstückseigentümer angeschrieben und aufgefordert, den Missstand zu beheben.

Die Verwaltung ist für jeden Hinweis auf mögliche Gefahrenstellen dankbar, erklärte Dr. Marcel Sturm. Städtische Mitarbeiter würden den Hinweisen auf Problembereiche nachgehen.

Quelle: RP
 
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