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Dinslaken
Wesel ist gewappnet für die Aufnahme neuer Flüchtlinge

Dinslaken. Allein in dieser Woche sollen in Nordrhein-Westfalen gut 5000 Asylbewerber auf verschiedene Städte und Gemeinden verteilt werden. Doch während einige Kommunen immer öfter zu Notlösungen greifen und Flüchtlinge auch in Turnhallen oder Schul-Aulen unterbringen müssen, scheint Wesel - bislang jedenfalls - kein wirkliches Probleme zu haben, Asylbewerber im Flüchtlingsheim beziehungsweise in angemieteten Wohnungen unterzubringen. Von Klaus Nikolei

"Die zuständige Bezirksregierung in Arnsberg hat uns mitgeteilt, dass uns auf jeden Fall noch acht Personen zugewiesen werden. Diese gut und dezentral unterzubringen, ist kein Problem und entspricht unserem Konzept", erklärte der zuständige Dezernent Klaus Schütz gestern auf Anfrage der RP. Allerdings könnte Arnsberg kurzfristig weitere Flüchtlinge nach Wesel schicken. Was dann wäre, könne man nicht sagen, so Schütz. "Wenn nämlich plötzlich tatsächlich ein größerer Schwung von Bewerbern vor der Tür steht, könnte es schwierig werden."

Erst in der vergangenen Woche, so Schütz weiter, seien 25 neue Flüchtlinge in der Kreisstadt eingetroffen. Sie stammen unter anderem aus Syrien, Algerien, dem Irak, Eritrea und Serbien. Damit leben derzeit 435 Frauen, Männer und Kinder in Wesel, die bereits einen Asylantrag gestellt haben beziehungsweise noch stellen wollen. Wobei Bewerber vom Balkan kaum eine Chance haben dürften, dauerhaft am Niederrhein zu bleiben. Denn Serbien, Mazedonien und Bosnien-Herzegowina gelten als sichere Herkunftsländer.

Quelle: RP
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