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Voerde
Widerstand gegen Auflösung der CDU-Ortsverbände

Voerde. Der frühere Fraktionschef Hans-Werner Tomalak fordert eine breite Diskussion unter den Mitgliedern. Von Jörg Werner

Die drei Ortsverbände Voerde, Friedrichsfeld und Spellen haben sich mit Mehrheit dafür ausgesprochen. Am Mittwoch, 28. Juni, soll nun die Stadtverbandsversammlung der Voerder Christdemokraten über die Auflösung eben jener Ortsverbände beschließen. Ob's dazu kommt, ist offen. Offenbar herrscht einige Unruhe in den Reihen der Voerder CDU. Kritik, so hatte der Stadtverbandsvorsitzende Bernd Altmeppen dazu erklärt, gebe es, doch käme sie von Bedenkenträgern, nicht von Funktionsträgern. Gestern nun hat sich einer mit seinen Bedenken zu Wort gemeldet, der in der Tat keine Funktion in der Voerder CDU mehr ausübt, der aber auf die Erfahrungen aus etlichen Parteiämtern und eine erfolgreiche Arbeit als langjähriger Fraktionsvorsitzender verweisen kann. Hans-Werner Tomalak will noch gar keine inhaltliche Diskussion führen, obwohl ihn, wie er sagt, alle bislang für die Auflösung der Ortsverbände vorgetragenen Argumente nicht überzeugen. Tomalak geht es um "die Art und Weise, wie die Diskussion bislang gelaufen ist und die Beschlüsse in den Ortsverbänden vorbereitet wurden". Er bezieht sich dabei insbesondere auf die Sitzung des Voerder Ortsverbandes, dem er selber angehört. Er habe es als ziemlich ungeheuerlichen Vorgang empfunden, dass sich der Vorstand habe wählen lassen, um dann einen Tagesordnungspunkt später, die Auflösung des Ortsverbandes vorzuschlagen unter anderem mit der Begründung, dass die Vorstandsmitglieder überlastet seien, sagte Tomalak. "Warum haben sie sich dann überhaupt wählen lassen", fragt Tomalak und kritisiert dies "als eine Täuschung der Mitglieder, die doch davon hätten ausgehen müssen, dass sie ihren Vorstand ganz normal für zwei Jahre wählen würden".

Kritik übt Tomalak insbesondere am Stadtverbandsvorsitzenden Bernd Altmeppen, der auch Mitglied im Vorstand des Ortsverbandes ist. Eine solch schwerwiegende Entscheidung wie die Auflösung der Ortsverbände dürfe nur nach einer breiten Diskussion der Mitglieder getroffen werden. Dass Altmeppen eine solche Diskussion nicht ermöglicht, ja sie geradezu verhindert habe, zeugt laut Tomalak von fehlendem politischen Fingerspitzengefühl und politischem Unvermögen - und das ausgerechnet vor zwei wichtigen Wahlen.

Quelle: RP
 
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