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Dinslaken/Voerde/Hünxe
Wie spannend wird es in den Kommunen?

Dinslaken/Voerde/Hünxe: Wie spannend wird es in den Kommunen?
Landtagswahl 2012. Simone-Tatjana Stehr (CDU) gratuliert dem Wahlkreissieger Stefan Zimkeit (SPD) im Dinslakener Rathaus. Wer wird wem am Sonntag gratulieren? FOTO: Büttner
Dinslaken/Voerde/Hünxe. Wenn man den Umfragen trauen möchte, wird die Wahl morgen in Nordrhein-Westfalen zum Kopf-an-Kopf-Rennen. Wie aber schneiden die Kandidaten in Dinslaken, Voerde und Hünxe ab? Von Jörg Werner

Klare Sache. Der Wahlkreis 56, den Dinslaken und Oberhausen-Sterkrade bilden, geht auch diesmal an Titelverteidiger Stefan Zimkeit. Alles andere wäre jedenfalls eine Riesensensation. Zu klar war 2012 der Vorsprung des Sozialdemokraten vor seiner christdemokratischen Herausforderin: 54,2 Prozent Zimkeit, 22,9 Prozent Simone-Tatjana Stehr. So etwas lässt sich nach menschlichem Ermessen nicht aufholen.

Nur das Dinslakener Ergebnis betrachtet, sieht die Lage ähnlich aus. Zimkeit holte 54,1 Prozent, Stehr 23,3. Dennoch ist die Wahl nicht langweilig. Die Wahlbeteiligung lag in Dinslaken 2012 bei niedrigen 61 Prozent. Eine der spannenden Fragen wird also sein, wie viele der 52.438 wahlberechtigten Männer und Frauen in eines der 41 Dinslakener Wahllokale gehen. 7200 haben - Stand gestern Mittag - die Briefwahl beantragt. Interessant ist auch die Frage, ob und wie viel Boden Stehr gutmachen kann. Eine weitere spannende Frage wird das Abschneiden der AfD sein und wie sich dies auf das Wahlergebnis auswirkt. Die Piraten dagegen, die 2012 erstaunlich viele Stimmen einsammelten, dürften diesmal keine Rolle mehr spielen.

Wie - auch das gehört zu den Fragen, die sich vor der Wahl stellen - wirken sich spezielle lokale Befindlichkeiten aus? Konnten die Sozialdemokraten die Dinslakener Wähler damit überzeugen, dass sie ihnen im Wahlkampf bei jeder Gelegenheit vorgerechnet haben, wie viel Geld das Land in die Dinslakener Stadtentwicklung gepumpt hat? Oder kreiden die Wähler die Diskussion um die arg ungewisse Zukunft einer gerade frisch gegründeten Sekundarschule der verfehlten Bildungspolitik einer rot-grünen Landesregierung an? Was ist überhaupt mit den Dinslakener Grünen, die bislang bei Wahlen auf eine recht stabile Wählerbasis vertrauen konnten? Geraten sie in den Abwärtssog ihrer Landespartei und wie wirken sich diesmal die bei Dinslakens Grünen ja schon gewohnten innerparteilichen Querelen aus? Antworten gibt's am Sonntag ab 18 Uhr bei der Wahlpräsentation im Dinslakener Rathaus.

Mehr Spannung als in Dinslaken verspricht die Auseinandersetzung der Direktkandidaten im Wahlkreis 58, zu dem neben Wesel, Hamminkeln und Schermbeck Voerde und Hünxe gehören. Hier hat Norbert Meesters (SPD) 2012 seinen Abstand auf den CDU-Kontrahenten, den er bei der Landtagswahl 2010 nur sehr knapp auf Abstand halten konnte, zwar ausgebaut und sich mit 44,8 zu 32,7 Prozent durchgesetzt. Unmöglich scheint es aber nicht, dass dieser Wahlkreis kippt.

Mitreden werden dabei 28.822 Wahlberechtigte in Voerde und 11.407 in Hünxe. In Voerde holte Meesters 2012 52,5 Prozent der Wählerstimmen, sein CDU-Kontrahent 23,7 Prozent. In Hünxe ging's mit 47,9 Prozent für Meesters gegen 28,6 Prozent zwar knapper, aber immer noch deutlich zu. Jetzt schickt die CDU mit Charlotte Quick eine frische Kandidatin ins Rennen. Mal sehen, was sie bewegen kann.

Quelle: RP
 
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