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Voerde
Wohin mit Denkmalsockel und Kanonen?

Voerde. Der Heimatverein denkt an einen neuen Standort im Bereich von Haus Voerde.

Der Sockel steht schon seit einiger Zeit im Park von Haus Voerde. Die Büste, die mal oben auf ihm befestigt war, ist nach dem Ersten Weltkrieg verschwunden und nicht wieder aufgetaucht. Jetzt sorgt das Denkmal, das am 18. Oktober 1888 anlässlich des Geburtstages von Kaiser Friedrich III. in Friedrichsfeld eingeweiht worden ist und einst Kaiser Wilhelm I. zeigte, für Diskussionen. Der HeimatvereinVoerde möchte gerne den Sockel und zwei Kanonen an einem neuen Standort aufstellen. Deshalb hat der Verein die Stadt angeschrieben und in dem Brief angeregt, die Politik an der Suche zu beteiligen. Daher beschäftigte sich der Haupt- und Finanzausschuss mit dieser Anregung. Eigentlich ging es nur darum, das Anliegen an den zuständigen Fachausschuss, den Kulturausschuss, zu verweisen. Doch es entwickelte sich eine kleine kontroverse Diskussion.

Die Linke, WGV und Grüne waren nämlich nicht der Meinung, das Anliegen sollte im Kulturausschuss behandelt werden. Es wäre ein falsches Signal, sagte Joachim Kinder (Die Linke). Und Christian Garden (WGV) meinte, die Stadt komme schon heute bei der Pflege der vorhandenen Denkmäler nicht nach, da müsse man sich nicht weitere Kosten aufbürden. Garden fragte auch nach, was die Verwaltung schon unternommen habe, um einen neuen Standort zu finden. Bürgermeister Dirk Haarmann berichtete daraufhin, dass es einen Ortstermin mit Vertretern des Heimatvereins gegeben habe. Wie der Verein in seinem Schreiben an die Stadt anmerkt, habe man sich im Juni einen möglichen Standort angeschaut. Er könnte im nördlichen Teil der Anlagen von Haus Voerde, etwa in Höhe der Barockgärten liegen, heißt in dem Schreiben weiter. Und der Verein räumt ein, dass dieser Ort dann allerdings kein historisch geprägter Standort sei.

Bert Mölleken (CDU) mahnte, man solle das Anliegen des Heimatvereins ernst nehmen. Und Stefan Meiners betonte, dass das "Nein" der Grünen nicht als Wertung des Vereins verstanden werden dürfe. Am Ende der Beratungs dieses Tagesordnungspunktes wurde mehrheitlich beschlossen, dass sich der Kulturausschuss mit dem Thema befassen wird. Was wohl keines der Ausschussmitglieder wünscht, ist eine ähnliche Debatte, wie sie im Zusammenhang mit der geplanten Umbenennung der Hindenburgstraße geführt wurde.

(mt)
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