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Voerde
Wohnbau plant zwei neue Projekte

Voerde: Wohnbau plant zwei neue Projekte
Das Bauvorhaben an der Spellener Straße in Friedrichsfeld FOTO: Quelle Wohnbau
Voerde. Das gemeinnützige Unternehmen aus Dinslaken betritt Neuland. Es baut neue Wohnungen und stellt im Gegenzug Wohnungen aus seinem Bestand für die Unterbringung von Flüchtlingen zur Verfügung.

Die Wohnbau Dinslaken betritt Neuland: Zum ersten Mal plant sie in Voerde, Bauprojekte nach der "Richtlinie zur Förderung von Wohnraum für Flüchtlinge" (RL Flü) umzusetzen. Das neue Programm wurde vom Landesbauministerium aufgelegt. Der Plan: Die Dinslakener Wohnungsbaugesellschaft errichtet neue Wohnungen und bietet der Stadt aus ihrem Bestand dafür im gleichen Maße geeigneten Wohnraum für die Unterbringung von noch nicht anerkannten Flüchtlingen an. Voerde setzt bei der Versorgung der Menschen mit Wohnraum als eine tragende Säule auf die dezentrale Unterbringung über das Stadtgebiet verteilt. Die Ersatzwohnungen muss die Wohnbau innerhalb von zwölf Monaten nach der Erteilung der Förderzusage zur Verfügung stellen. Die Förderung erfolgt in Form eines Darlehens, gefördert wird "bindungsfreier" Wohnraum.

Im Rahmen der Richtlinie hat die Wohnbau in Voerde zwei Projekte in der Planung. Die Grundstücke befinden sich in ihrem Besitz, weshalb diese "sehr zügig bebaut werden können", sagt Wohnbau-Geschäftsführer Wilhelm Krechter. Ein Vorhaben betrifft den Stadtteil Friedrichsfeld. Dort sollen an der Ecke von Spellener Straße und Eichenweg zweimal zwölf Mietwohnungen entstehen. Von den insgesamt 24 Wohneinheiten sind 20 öffentlich geförderte Mietwohnungen - wer dort einziehen will, benötigt einen Wohnberechtigungsschein . Die übrigen, nach der Richtlinie geförderten vier Wohnungen können ohne Bindung frei vermietet werden. Es sei Auftrag der Wohnbau, "die breiten Schichten der Bevölkerung mit Wohnraum zu bedienen", betont Geschäftsführer Krechter. Die Wohnungen sind in zwei Größen geplant: mit etwa 47 Quadratmetern (2,5 Zimmer) oder mit etwa 62 Quadratmetern (3,5 Zimmer). Beide Gebäudekomplexe werden über einen Aufzug verfügen, so dass die "Mietwohnungen bis ins hohe Alter unabhängig und selbstständig bewohnt werden können", ist der Projektbeschreibung auf der Website der Wohnbau (www.wohnbau-dinslaken.de) zu entnehmen. Die beiden Gebäudekomplexe haben drei Geschosse mit flachgeneigtem Dach, wie Wohnbau-Prokurist Roland Schmette erläutert. Mit dem neuen Projekt fülle die Wohnbau eine "städtebauliche Lücke" - "wir vervollständigen unser Quartier", sagt Geschäftsführer Krechter.

Das zweite Projekt der Dinslakener Wohnungsbaugesellschaft soll in Voerde an der Straße Waldacker realisiert werden. Dort sind, anders als in Friedrichsfeld, keine Mehr- sondern zu vermietende Einfamilienhäuser vorgesehen. Es handelt sich um insgesamt sechs Einheiten - zwei werden in Form einer Doppel- und die anderen vier als Reihenhausbebauung entstehen. Für zwei Häuser (97 Quadratmeter) ist ein Wohnberechtigungsschein erforderlich, zwei weitere Häuser der gleichen Größe können ohne Bindung frei vermietet werden. Die beiden weiteren Häuser mit einer Wohnfläche von je 108 Quadratmetern sind frei finanziert.

Für das in Friedrichsfeld geplante Vorhaben liegt die Baugenehmigung vor, die Wohnbau hofft, dass in diesem Jahr der Bewilligungsbescheid eingeht. "Im Prinzip stehen wir in den Startlöchern", so Wilhelm Krechter. Für das Projekt in Voerde sind Bau- und Förderantrag gestellt.

Im Zuge des Neubauprojektes an der Spellener Straße in Friedrichsfeld müsste die Wohnbau Dinslaken der Stadt für die Unterbringung von Flüchtlingen als Ersatz aus ihrem Wohnungsbestand 248 Quadratmeter zur Verfügung stellen, im Fall des Vorhabens am Waldacker in Voerde wären es 194 Quadratmeter. Die Investitionssumme liegt in Friedrichsfeld bei 2,85 Millionen Euro und in Voerde bei 1,5 Millionen Euro. Die Bauzeit bei beiden Bauprojekten beträgt etwa ein Jahr.

(P.K.)
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