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Dinslaken
Wolff-Skulptur: Entscheidung im November

Dinslaken. Für die Umsetzung des Kunstwerks im kommenden Jahr stehen 30.000 Euro zur Verfügung.

Die Person, deren Gesicht auf den Asphalt gemalt wurde, erkennt man nicht auf den ersten Blick, es ist verzerrt. Erst wenn man seinen Blick auf die daneben stehende Säule wendet, wird das Bild klar, scharf. Der Beitrag zum Wettbewerb Jeanette-Wolff-Skulptur von Steffi Schöne arbeitet mit der Kunstform der verzerrten Bilder. Um ein scharfes Bild zu bekommen, bedarf es entweder eines bestimmten Standpunktes oder optischer Hilfsmittel, um das Bild korrekt zu sehen. "Hier liegt für mich die Parallele zu Jeanette Wolffs Verdienst. Es kann sich nur versöhnen, der seine Wahrnehmung beziehungsweise Perspektive zum Unversöhnlichen ändert", so die Künstlerin. Teilnehmer kommen zum Beispiel aus Berlin, aus Mannheim, aus Aachen und aus Hünxe. Alfred Grimm hat ebenfalls einen Entwurf eingereicht, der von der Jury ausgewählt worden ist. Ihn haben die beiden Lebenshälften von Jeanette Wolff inspiriert. Das Leben vor dem Krieg, das in die Verschleppung ins KZ überging, und das Leben nach dem Krieg, das sie in einer demokratischen Welt führen konnte.

Drei Entwürfe werden prämiert. Der Erstplatzierte soll 2017 umgesetzt werden. Dafür stehen 30. 000 Euro zur Verfügung. Die Entscheidung der Jury wird am 16. November im Kulturausschuss vorgestellt. Im Anschluss an die Sitzung sollen die drei prämierten Vorschläge im Beisein der Künstler im Empfangsraum des Rathauses präsentiert werden.

(mt)
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