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Dinslaken
Zechengelände: Es tut sich was

Dinslaken: Zechengelände: Es tut sich was
Walburga Schild-Griesbeck fühlt sich wohl im neuen Atelier. FOTO: RPO
Dinslaken. Positives Signal dafür, dass sich auf dem stillgelegten Zechengelände in Lohberg neues Leben rührt: Das Künstlerpaar Walburga Schild-Griesbeck und Peter Griesbeck hat dort jetzt ein Atelier eröffnet. Von Sebastian Mühleis

dinslaken-lohberg Vor einigen Monaten hatte die Stadtmarketingagentur DIN@MIT rund 900 "Kreative" aus einem Umkreis von 50 Kilometern zu einer Präsentation auf das ehemalige Zechengelände eingeladen und stellte das Projekt "Kreativ-Quartier-Lohberg" der bunten Schar von Architekten, Designern, Musikern, Malern und anderen Künstlern vor. Mit dabei war das Ehepaar Walburga Schild-Griesbeck und Peter Griesbeck, das sofort von der Idee begeistert war, die alten Industriegebäude nun für gewerbliche Zwecke zu nutzen. Und passendere Pioniere hätte sich Gernot Pahlen vom Vermieter RAG Montan Immobilien nach eigenem Bekunden kaum wünschen können.

Gestern eröffnete das Ehepaar sein Atelier in den ehemaligen Räumen des Betriebsrats der Zeche, und viele der Geschenke hatten etwas mit Bergbau zu tun. "Ich war fast 30 Jahre im Bergbau tätig, war lange Zeit Steiger auf der Zeche Walsum", erinnerte sich Peter Griesbeck gerührt, als er eines der Präsente in Empfang nahm. Zuvor hatte seine Frau die Feierlichkeiten eröffnet. "Wir haben schon länger nach größeren Räumlichkeiten gesucht. Als wir dann diese Räume gesehen haben, mit diesem Flair und ihrer Energie, da haben wir uns direkt verliebt. Nicht nur in die Räume, sondern auch die Phantasien, die damit verbunden sind. Schließlich hat der Bergbau in dieser Region das Leben über Jahrzehnte bestimmt. Und für uns steht das A, das die Form der Fördertürme bildet, für einen neuen Anfang", sagte Walburga Schild-Griesbeck, ehe sie dem "Standort viel Glück und Aufblühen" wünschte – "und uns auch", wie sie schmunzelnd ergänzte.

"Ich freue mich sehr, dass dieses Ehepaar sich von den vielen Unwägbarkeiten nicht hat abschrecken lassen", erklärte Gernot Pahlen. "Bei allen Ideen und Konzepten, die wir für das Künstler-Quartier-Lohberg haben – einfach einen coolen Laden eröffnen, das können wir nicht. Da brauchen wir die passenden Protagonisten, und die haben wir in ihnen gefunden", lobte Pahlen. Auch Wilfried Klein, der beim städtischen Planungsamt die Entwicklung Lohbergs federführend betreut, und DIN@MIT-Geschäftsführerin Silke Pollack hatten nur lobende Worte für das Ehepaar und sei Atelier übrig. "Das A soll hier wirklich für Aufbruch stehen, und in ihrem ehemaligen Posten als Steiger, zeigt sich auch fantastisch, was gewesen ist, und nun haben sie den Wandel zum Künstler vollzogen. Besser kann es kaum passen", meinte Wilfried Klein. Dem schloss sich Silke Pollack nur all zu gerne an: "Man braucht trotz Wirtschaftsförderung und Stadtmarketing Menschen mit Visionen – und da ist es großartig, Leute wie Sie zu haben."

Danach widmete sich die große Besucherschar den vielen Ausstellungsstücken, und dem Gespräch mit den Künstlern, die bereitwillig Auskunft über die Entstehung und Inspiration für die Objekte gaben.

Quelle: RP
 
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