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Voerde
Zeitreise mit Hunden, Männern und "Da da Da"

Voerde. Es ist die Sprache, die es Kabarettist Jürgen B. Hausmann angetan hat. Auf der Bühne in der Aula des Gymnasiums Voerde philosophiert er über die verschiedenen Bedeutungen des Wortes "gehen". Fortbewegung, Dauer und Befinden könnte man damit auf verschiedene Arten ausdrücken. "Mir geht es gut, ich kann nur nicht gehen. Wenn ich gehen könnte, ging es", sagt Hausmann und hat die Lacher auf seiner Seite.

Überhaupt führe Sprache ja gerne zu Missverständnissen. "Wenn in der Diele ein Läufer liegt, könnte man auch an einen Sportunfall denken", witzelt Hausmann. "Und ein Einlauf kommt in einem Stadion ganz anders als in einem Krankenhaus." Zwischendurch referiert Jürgen B. Hausmann über Alltagsgeschichten, wie Hunde und Männer, die während des Einkaufsbummels der Frauen meist irgendwo zum Warten zurückgelassen werden. "Deswegen heißt es ja auch H und M: Hunde und Männer sitzen irgendwo und warten."

In der zweiten Hälfte seines Programms geht es dann auf Zeitreise zurück in die 80er-Jahre und noch frühere Jahrzehnte. Gemeinsam mit Harald Claßen am Keyboard lässt Hausmann diese Zeit auch musikalisch wieder auferstehen. "Wir waren damals Punker und haben richtig harte Musik gehört", erklärt er, während Claßen mit Irokesen-Perücke am Tasteninstrument Platz nimmt. Als Beispiel dafür tönt dann "Da da da" von Trio durch die Aula.

Unvergessen für den Kabarettisten auch die Urlaubsreisen mit dem Käfer Richtung Rimini. Kinder, die schon kurz nach der Fahrt auf die erste Autobahn fragen, ob man endlich da ist. "Rimini liegt da schon mal kurz hinter Hünxe", scherzt Hausmann. Auch die Verpflegung auf diesen Reisen, im Halbschlaf zusammengestellt, ließ zu wünschen übrig. "Zum labbeligen Käse passt warmer Sprudel ohne Kohlensäure." Genau. Kräftiger Applaus.

(fla)
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