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Jubiläumskonzert
Zurück zu den Anfängen

Dinslaken. Weil die Kathrin-Türks-Halle nicht zur Verfügung steht, feiern die Concordia-Sänger das 100-jährige Chorbestehen in der ehemaligen Zentralwerkstatt der Zeche.

Bei der Extraschicht im Juni waren die Sänger des MGV Concordia dabei. Im September heißt es "Wir sind wieder hier", dann feiern sie das Jubiläum in der ehemaligen Zentralwerkstatt der Lohberger Zeche. Eigentlich wollten die Sänger diesen runden Geburtstag in der Kathrin-Türks-Halle feiern. Doch die Aktiven des MGV Concordia mussten umdisponieren. Was ihnen, wie der Vorsitzende Heinz-Jürgen Schüring sagt, gar nicht mal ungelegen kam. Denn jetzt wird das 100-jährige Bestehen dort gefeiert, wo der Chor entstanden ist: auf dem Gelände der Zeche Lohberg.

Die Stadthalle war schon gebucht, dann gab es Signale, dass es nicht klappen würde, so Schüring. Eine andere Lösung hatte er schon im Hinterkopf und mit Hilfe der RAG war sie relativ leicht umzusetzen: Nun feiern die Sänger in der ehemaligen Zentralwerkstatt. Lea Eickhoff von der Freilicht AG unterstützt den Gesangsverein, hilft bei der Technik, bei der Bühne. Rund 400 Stühle, die zurzeit in Gebäuden der Trabrennbahn zwischengelagert sind, werden in der großen Halle aufgestellt.

Etwas schwieriger war für die Concordia-Sänger die Entscheidung, wer bei der Feier mit auf der Bühne stehen soll. Es wäre ein leichtes gewesen, viele Chöre und Gruppen zu finden, da man enge Verbindungen mit den Mitgliedern der Musischen Vereinigung pflegt. Aber, so Schüring, es sollte ein bergmännisches Event sein. Und so wirken beim Jubiläumskonzert diese Gruppen mit: der Glückauf-Chor Walsum, der Knappenchor Rheinland, der Werkschor Niederberg und der Knappenchor Homberg sowie die Bergkapelle Niederrhein. Als Kontrastprogramm, so nennt es Schüring, sind in der Zentralwerkstatt "The Rhine Area Pipes & Drums" aus Düsseldorf und Kabarettistin Kordula Völker dabei. "Sie habe ich bei der Eröffnung des DIZeums erlebt und gefragt. Sie hat spontan zugesagt", erzählt Heinz-Jürgen Schüring.

Vor gut zwei Jahren haben die Sänger mit den Vorbereitungen begonnen. Immer mittwochs, vor den regulären Proben im Sängerdomizil auf dem Areal der Fliehburg, komme man zusammen, werde Bilanz gezogen: Was ist schon erledigt worden, was ist noch zu tun.

Bei der Jubiläumsveranstaltung in Lohberg hält Peter Schrimpf, Arbeitsdirektor der RAG, die Festrede. Als Gäste erwartet der MGV Concordia auch der nordrhein-westfälische Bauminister Mike Groschek, mit dem der Chor seit 2008 in freundschaftlicher Verbindung steht. Besuch hat sich anlässlich der Feier auch aus der französischen Partnerstadt Agen angesagt.

Die Bühne überlassen die Sänger der Concordia weitestgehend den anderen Chören. "Wir singen nur zwei Lieder", sagt Schüring. Das Lohberglied zu Beginn und am Ende den Westernhagen-Hit "Wieder hier". Die Sänger haben das Lied um eine zusätzliche Strophe verlängert.

Das Jubiläumskonzert beginnt am Samstag, 17. September, um 15 Uhr in der ehemaligen Zentralwerkstatt auf dem Zechengelände an der Hünxer Straße. Einlass ist ab 14.30 Uhr. Der Großteil der Karten ist schon weg, wie Heinz-Jürgen Schüring sagt. Gut 130 Tickets sind vorhanden. Erwachsene zahlen zehn Euro, Kinder bis 14 Jahre fünf Euro. Erhältlich sind die Karten in Hiesfeld im Geschäft Wollkorb, Sterkrader Straße 261, sowie bei Heinz-Jürgen Schüring, Telefon 02855 82306, Bernd Schreiter, Telefon 02064 94593 und Horst-Peter Böer, Telefon 02064 30940.

Quelle: RP
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