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Dinslaken
Zwei neue Häuser für Flüchtlinge in Planung

Dinslaken: Zwei neue Häuser für Flüchtlinge in Planung
Erst kürzlich hatte die Stadt Dinslaken 120 Flüchtlinge zugewiesen bekommen, jetzt hat die Kommune angeboten, 80 weitere aufzunehmen. FOTO: RP-Foto. Martin Büttner
Dinslaken. Weitere 80 Asylbewerber kommen nach Dinslaken. Stadt will durch die Caritas zusätzlichen Wohnraum für 1,7 Millionen Euro schaffen lassen. Von Heinz Schild

Der bei der Bezirksregierung in Düsseldorf gebildete Krisenstab, der für Flüchtlinge zuständig ist, fragte am vergangenen Dienstag in Dinslaken nach, ob hier die Möglichkeit besteht, weitere Menschen, die aus ihrer Heimat geflohen sind, unterzubringen. Alleine in dieser Woche, hieß es, seien 3000 Flüchtlinge in NRW angekommen. Die Stadt Dinslaken hat noch am selben Tag nach Rücksprache mit dem Caritas-Verband reagiert und durch die Erste Beigeordnete Christa Jahnke-Horstmann angeboten, 80 Männer, Frauen und Kinder aufzunehmen. In den späten Abendstunden des gestrigen Tagen sollten die ersten ankommen, wie Caritas-Direktor Michael van Meerback gegenüber der RP sagte. Platz ist nach Auskunft aus dem Rathaus noch im Hardtfeld, wo bereits Flüchtlinge untergebracht sind, die auch dort von der Caritas betreut werden.

Erst kürzlich waren der Stadt 120 Flüchtlinge zugewiesen worden. Da ihr Zustrom nicht abreißen wird, muss die Kommune für weitere Unterbringungsmöglichkeiten sorgen, denn die Verwaltung geht davon aus, dass die neuen Unterkünfte für ausländische Flüchtlinge, die - wie bereits beschlossen - in der Fliehburg sowie im Hardtfeld geschaffen werden, Ende des Jahres belegt sein werden.

Die Caritas hat deshalb den Vorschlag gemacht, auf dem Fliehburg-Areal zwei neue Gebäude für weitere 120 Flüchtlinge zu bauen. Die geschätzten Kosten für dieses Projekt liegen bei 1,7 Millionen Euro. Errichtet werden sollen ein ein- sowie ein zweigeschossiges Gebäude. Gestern befassten sich die Mitglieder des Sozialausschusses in ihrer Sitzung mit dieser Thematik und empfahlen den geplanten Bau der beiden Unterkünfte.

Der Stadt wurden im Laufe dieses Jahres, Stand 31. August, 275 Flüchtlinge neu zugewiesen, im gesamten vergangenen Jahr waren es insgesamt 172. Die Beigeordnete Christa Jahnke-Horstmann geht davon aus, dass die Zuweisungszahlen sich bis zum Jahresende auf 420 summieren werden.

Eine menschenwürdige Unterbringung der Flüchtlinge hat in Dinslaken Priorität. Es soll vermieden werden, sie in Sporthallen einzuquartieren, wie es andersorts schon geschieht. In der Stadt gibt es nach Überzeugung von Jahnke-Horstmann eine gelebte Willkommenskultur. Und damit dies auch so bleibt, soll es für die Bürger möglichst keine Einschränkungen in der Infrastruktur, beispielsweise durch die Sporthallenbelegung, geben,

Erklärtes Ziel der Verwaltung ist es, möglich viele Flüchtlinge, die längerfristig oder gar dauerhaft in der Stadt bleiben werden, in normalen Mietwohnungen unterzubringen. Die Flüchtlingsproblematik stellt nach Einschätzung der Beigeordneten eine Herausforderung für alle dar. "Wir in Dinslaken sind trotz der explodierenden Entwicklung gut aufgestellt", sagte Christa Jahnke-Horstmann. Dies auch wegen der guten Kooperation und des großen Engagements der Caritas-Mitarbeiter. Die Beigeordnete machte auch deutlich, dass die Belastung des städtischen Personals enorm ist und an ihre Grenzen stößt.

Quelle: RP
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