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Dinslaken
Zwei starke Partner für die Wasserwirtschaft

Dinslaken: Zwei starke Partner für die Wasserwirtschaft
Uli Paetzel (links) und Bürgermeister Dr. Michael Heidinger unterzeichneten die Erklärung. FOTO: Fröhlich
Dinslaken. Stadt Dinslaken und Emschergenossenschaft unterzeichnen Kooperationserklärung.

Die Stadt Dinslaken hat im Mai 2014 durch die Unterzeichnung der gemeinsamen Absichtserklärung von Emscherkommunen, Emschergenossenschaft und Land NRW ihre Mitwirkung an der Zukunftsinitiative "Wasser in der Stadt von morgen" erklärt. Daraus ist eine feste Kooperationserklärung geworden - am Montag wurde sie im Rathaus von Dr. Uli Paetzel, Vorstandsvorsitzender der Emschergenossenschaft, und Bürgermeister Michael Heidinger unterzeichnet. Im Zentrum der Initiative stehen die Handlungs- und Gestaltungsperspektiven, die mit dem innovativen Leitbild der "Integralen Wasserwirtschaft" und einer wassersensiblen Stadt- und Quartiersentwicklung verbunden sind.

Es geht um Zielsetzungen im Bereich der Klimaanpassung, des Überflutungs- und Hochwasserschutzes, der wasserinfrastrukturellen Systeme, der Gewässerökologie sowie der urbanen Lebensqualität. "Eine integrale Wasserwirtschaft bringt zahlreiche Vorteile mit sich: Um den gesamten Wasserkreislauf im Blick zu behalten, führt unsere Zukunftsinitiative unter anderem Themen wie Wasserwirtschaft, Stadtentwicklung, Freiraumplanung, Klimaanpassung und Straßenbau enger zusammen", sagt Dr. Uli Paetzel. Ein praktisches Beispiel: Wird in einer Straße die Fahrbahn saniert, müsste automatisch mitgeklärt werden, ob es sich lohnt, im Rahmen dieser Maßnahme ohnehin anstehende Kanalbauarbeiten durchzuführen, um spätere Mehrkosten zu vermeiden. Die Daten könnten Aufschluss darüber geben, wie der Grundwasserspiegel in der Straße aussieht und ob auch Grundwasserdrainagen gelegt werden sollten - um nasse Keller infolge steigender Grundwasserstände zu vermeiden.

"Gerade die Unwetter der letzten Wochen haben gezeigt, wie wichtig es ist, dass Stadtplanung und Wasserwirtschaft eng zusammenarbeiten", so Michael Heidinger, "hier haben wir mit der Emschergenossenschaft einen starken und konstruktiven Partner." Die Emscherregion verändert sich nicht nur durch den Strukturwandel. Auch der demographische Wandel und der Klimawandel stellen neue Herausforderungen dar. Die Anpassung an den Klimawandel ist eine elementare Aufgabe. Der Umgang mit dem Regenwasser ist ein Leitthema für nahezu alle Ziele. Die Vernetzung von Grünzügen und Wasserachsen, temperaturregulierende Wasserflächen, dezentrale Puffer- und Speicherräume, die Gestaltung von urbaner Landschaft mit der Bewirtschaftung von Regenwasser sind wichtige Bestandteile in der ökologischen Stadtentwicklung.

Quelle: RP
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