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Dormagen
100.000 Euro für die beste Quartiers-Entwicklung

Dormagen. Wie viel darf es kosten, ein so genanntes Filetstück in der Innenstadt zu entwickeln? 100.000 Euro? So hat es die Verwaltung den Mitgliedern des Planungs- und Umweltausschuss für das Areal an der Beethoven-/Haberlandstraße vorgeschlagen. Die stimmten am Ende auch einstimmig dafür - eine Enthaltung kam von Zentrums-Politiker Hans-Joachim Woitzik. Der fand diese Größenordnung mit Blick auf die Haushaltslage eine "happige Summe".

Warum könne dann nicht, so meinte der streitbare Politiker, die Verwaltung mit Bordmitteln, also eigenen Kräften, das Areal neu planen? Diese Aussage rief den geballten Widerstand der politischen Mitstreiter hervor. Für Gerd Mrohs von der SPD war klar: "Wenn nicht dort wo dann?" fragte er. Gemeint ist die Absicht der Verwaltung, im Rahmen eines Gutachterverfahrens und einer breiten Öffentlichkeitsbeteiligung das Gebiet, das in der Breite vom Minigolfplatz bzw. dem Hallenbad bis zur Realschule reicht, entwickeln zu lassen. Fünf qualifizierte Planungsbüros, die auch Stadt- und Landschaftsplanern sowie Architekten bestehen, sollen einen Ideenkonzept für diese Planungsraum darstellen. Das gesamte Verfahren, insbesondere die mehrmalige Präsentation in der Öffentlichkeit soll von einem externen Moderator, geleitet werden, wofür zwischen 25.000 und 37.000 Euro veranschlagt werden. Für die Empfehlungskommission und für Preisgelder sind etwa 65.000 Euro veranschlagt. "Ich kann mir keinen wichtigeren Ort in Dormagen vorstellen, wo man nicht auf den Euro schauen sollte", so Mrohs. Für seinen CDU-Kollegen Rüdiger Westerheide ist es selbstverständlich, dass dort "guter Sachverstand" benötigt wird, "auch mit Blick auf die Zukunft der dortigen Sporthalle".

Bürgermeister Erik Lierenfeld wies auf die Schwierigkeit hin, dort eine gute Nahverdichtung umzusetzen und auch, die Bürger mit einzubeziehen. Es lohne nicht, an diesen 30.000 Euro zu sparen. Letztlich würden mit dem Verkauf der Flächen dort "große Summen in die Kasse gespült". Mit Blick auf die wegfallende Sportanlage deutete Lierenfeld an, dass es womöglich Alternativen gebe.

(schum)
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