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Dormagen
3000 Techno-Fans feiern beim "Strabi-Festival"

Das Strabi-Festival 2016 in Dormagen
Das Strabi-Festival 2016 in Dormagen FOTO: Tinter, Anja
Dormagen. Auf dem ehemaligen Zuckerfabrikgelände in Dormagen ließen es mehr als 3000 Freunde elektronischer Musik beim Strabi-Festival krachen und feierten zu den Sounds von insgesamt 14 DJs. Elf Stunden lang legten sie auf zwei großen Bühnen auf und boten ihrem Publikum alles, was mächtig Bass hat. Von Christian Kandzorra

Eine Musik-Veranstaltung in dieser Dimension, die sich noch dazu vor allem an junge Menschen richtet, hatte es noch nie zuvor in Dormagen gegeben. Das bisher größte "Strabi-Festival" im Stadtgebiet – den Namen haben die Veranstalter nach zwei anderen, kleineren Events übernommen, von denen eins vergangenes Jahr am Straberg-Nievenheimer See ("Strabi") stattgefunden hatte – war ein voller Erfolg.

Sehen Sie hier die Fotos vom Strabi-Festival. 

Normalerweise fahren Jugendliche aus Dormagen am Wochenende zum Partymachen eher in umliegende Städte wie Düsseldorf oder Köln. Mit dem "Strabi-Festival" ist es den Dormagenern jetzt gelungen, den "Spieß umzudrehen" und junge Musikfans aus eben diesen Städten und sogar darüber hinaus nach Dormagen zu holen. "Wir hatten vor allem Glück mit dem Wetter", sagt Simon Rodenkirchen und zieht eine positive Bilanz. Er hatte die Sause auf dem brach liegenden Areal gemeinsam mit seinem Kollegen Valentin Gongoll im Vorfeld organisiert. Beide sind erst 21 Jahre alt und studieren Eventmanagement.

Am Samstag haben sie unter Beweis gestellt, dass sie ihr Fach gut beherrschen. Das Festival hatte für sie aber auch seinen Preis: Denn mit rund 150.000 Euro haben sie eine Menge Geld in die Veranstaltung gesteckt, die bei miesem Wetter wohl kaum so viele Besucher angezogen hätte. Ob es sich unterm Strich für die beiden rentiert, müssen sie in den nächsten Tagen ausrechnen. Für die Veranstalter, die ihre eigene Agentur mit Namen "Nightwork Entertainment" haben, war die Organisation mit Equipment, Personal, Catering, Sicherheitskonzept, DJs und Co. jedenfalls eine große Herausforderung. "Wir haben zu unserer Schulzeit im Gymnasium in Knechtsteden Oberstufenpartys organisiert. Hier auf dem großen Schotterplatz mussten wir erst einmal eine ganz neue Infrastruktur schaffen. Zum Beispiel für die Stromversorgung", erzählt Valentin Gongoll. Somit war das Festival auf dem ehemaligen Zuckerfabrikkgelände für sie schon eine ganz andere Hausnummer.

Das dürften aber auch die vielen Jugendlichen, die am Samstag mitgefeiert haben, so empfunden haben. Schließlich legten "vor ihrer Haustüre" DJ-Größen auf, die sogar bei der international angesehenen XXL-Party "Tomorrowland" ein Begriff sind. David Guetta war zwar am Samstag nicht in Dormagen. Dafür sorgten DJs und Gruppen wie "Le Shuuk", "Plastik Funk" und "Maxcherry" auf den beiden Bühnen passend zu pyrotechnischen Effekten und tollen Lichteffekten für Stimmung unter den Besuchern.

Auch Facebook-User äußerten sich bis gestern Nachmittag positiv über das Event. Bemängelt wurden vereinzelt der steinige Boden und die Getränkepreise, die einige als zu hoch empfanden. Das Festival verlief nach Polizeiangaben sehr friedlich.

 

(siev)
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