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Dormagen
388 Jugendliche gingen Dormagener Weg

Dormagen. Mit dem Projekt wurden die Berufschancen verbessert. Praktikumsbörse "Job Komm" soll überarbeitet werden. Von Carina Wernig

Insgesamt 388 Jugendlichen hat das Projekt "Dormagener Weg" seit April 2012 geholfen, eine berufliche Perspektive zu entwickeln und im Arbeitsleben anzukommen. Diese Zahlen stellten jetzt Angelika Fernhomberg von der Stadt Dormagen und Sonja Niehaus vom Bildungszentrum der Kreishandwerkerschaft Niederrhein (BZNR) im Jugendhilfeausschuss vor. "Der Dormagener Weg ist sehr erfolgreich", sagte Fernhomberg über das Gemeinschaftsprojekt mit dem Jobcenter und dem Internationalen Bund.

Auch die Online-Praktikums-Börse "www.jobkomm-dormagen.de" für kostenlose Praktika werde weiter ausgebaut. "Wir brauchen diese Unterstützung, um denen individuell zu helfen, die ansonsten wenig Chancen auf dem Arbeitsmarkt hätten, eine Ausbildung zu erhalten", warb sie um weitere Unterstützung. Die ist angesichts der Mittelkürzung durch das Jobcenter von 20.000 Euro im Jahr auch notwendig, so Niehaus: "Wir wollen unser Angebot aufrechterhalten." Wie aus einem Schreiben von Wolfgang Nyssen, Geschäftsführer des BZNR an die Stadt hervorgeht, wären durch die Kürzung insgesamt 40 der rund 185 Teilnehmerplätze für 2017 und ein Arbeitsplatz gefährdet.

Bereits für den vorigen Schulausschuss hatte die CDU nach der Auslastung und dem Erfolg der Maßnahmen im Bereich Übergang Schule zum Beruf gefragt. Daraufhin hatte die Verwaltung über die zahlreichen Maßnahmen, auch zum Modellprojekt "Jugend stärken im Quartier", informiert.

"Wir wollen individuell mit den Jugendlichen ihre Ziele für den Berufsalltag erarbeiten", wies Fernhomberg auf die Beteiligung der Teilnehmer am "Dormagener Weg", einem Baustein im "Netzwerk für Familien" hin. Probleme der angehenden Berufsanfänger können sich auf Konzentration, Finanzlage, soziales Umfeld, Lernschwierigkeiten oder Gesundheit beziehen. "Die Jugendberufshilfe soll den Teilnehmern helfen, sich der eigenen Fähigkeiten, aber auch Grenzen bewusst zu werden", so Fernhomberg.

Mit der Berufsorientierung als Fundament können die Jugendlichen auch in der Praxis verschiedene Berufe erproben, bevor sie sich bewerben - inklusive vorheriges Bewerbertraining. Nicht immer kann geholfen werden, so Fernhomberg: "117 der 601 Teilnehmer haben das Projekt abgebrochen, 96 sind ausgetreten." Allerdings sind 388 Jugendliche nun "fit für den Job" und haben eine Chance in Ausbildung, Studium, FSJ oder Arbeit. "Mit dem Dormagener Weg kann auch dem Fachkräftemangel begegnet werden", sagte Sonja Niehaus über "die flexible und individueller Förderung in Dormagen für Dormagener". Dieses Gemeinschaftsprojekt in enger Kooperation mit Dormagener Schulen und dem Sozialpädagogischen Dienst sei einzigartig und ein Vorreiter für andere Kommunen. "Wir wollen die Stolpersteine abbauen, um passgenaue Lösungen zu finden", so Niehaus. Eine Vision: Jugendhilfe, ihre Partner und Akteure sind alle unter einem Dach.

Quelle: NGZ
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