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Dormagen
420 Dormagener sind von zu starkem Lärm betroffen

Dormagen. Rund 420 Dormagener sind nachts gemäß des Lärmrichtwertes von 60 Dezibel einem zu hohen Geräuschpegel ausgesetzt. Tagsüber, wenn der Richtwert bei 70 Dezibel liegt, sind es etwa 300 Bürger. Das hat eine von der Stadtplanung in Auftrag gegebene Untersuchung ergeben. In Anbetracht dieser Zahlen ist die Summe der Bürgeranregungen zum Lärmaktionsplan, den die Stadt nach Maßgabe der Europäischen Union erarbeiten soll, recht spärlich: 26 Rückmeldungen aus der Bevölkerung gingen ein, wie die Stadtverwaltung in einem Beratungspapier für den Planungs- und Umweltausschuss mitteilt. Hinzu seien noch drei Stellungnahmen der betroffenen Träger öffentlicher Belange gekommen.

Die Anregungen der Bürger seien von Fachbüros geprüft worden, informiert die Stadt. Dabei habe sich herausgestellt, dass von den Bürgeranregungen knapp die Hälfte, nämlich zwölf, nicht für den Lärmaktionsplan berücksichtigt werden kann. Denn diese hätten sich nicht auf die vom Land für den Plan klassifizierten Straßen bezogen, die ein Kraftverkehrsaufkommen von mindestens drei Millionen Fahrzeugen haben müssen. Das sind in Dormagen die Autobahn 57, die Bundesstraße 9 und die Landstraßen 280 und 380. "Die für die Lärmaktionsplanung verbleibenden 14 relevanten Stellungnahmen konnten durch die beauftragten Büros in den Lärmaktionsplan eingearbeitet werden", schreibt die Stadt.

Die für den Plan nicht relevanten Bürgerhinweise sind laut Stadt aber nicht verloren. Sie sollen an den Landesbetrieb Straßen, die Technischen Betriebe Dormagen, die Polizei und das Ordnungsamt weitergeleitet werden. Möglicherweise lasse sich so auch eine Verbesserung der jeweiligen Lärmsituation erreichen. Über die Umsetzung der nächsten Stufe des Lärmaktionsplanes entscheidet am 10. Dezember der Rat.

(ssc)
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