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Dormagen
A 57-Anschluss: Stadt entscheidet über Rastplatz-Option

Dormagen: A 57-Anschluss: Stadt entscheidet über Rastplatz-Option
Wird die Raststätte Nievenheim zu einer neuen Option? FOTO: LH
Dormagen. Ob die Raststätte Nievenheim eine mögliche Option als neuer Autobahnanschluss ist, muss die Stadt entscheiden.

Fünf Varianten hat die erfahrene Ingenieurgesellschaft Brilon Bondzio Weiser (BBW) aus Bochum für den Bau eines Autobahnanschlusses Delrath im Nahverkehrsausschuss des Kreistages vorgestellt. Eine weitere Option, die am Rande der Sitzung von interessierten Zuhörern erwartet worden war, war nicht darunter: ein Anschluss an die Autobahn 57 über die Raststätte Nievenheim. BBW-Geschäftsführer Frank Weiser erklärte: "Dazu gab es keinen Auftrag."

Ob eine detaillierte Prüfung überhaupt einen Sinn ergebe, daran hat der Verkehrsexperte seine Zweifel. Er erklärte, dass das Thema Raststätte Nievenheim auch Gegenstand von Vorgesprächen in einer Arbeitsgruppe gewesen sei, in denen Vertreter des Rhein-Kreises, der Städte Dormagen und Neuss, von RWE Power und seines Büros gesessen haben. "Der einhellige Eindruck war, dass eine solche Variante nicht genehmigungsfähig wäre." Zudem würde eine Anbindung auf der "falschen Seite" erfolgen müssen, ohne den gewünschten Effekt. Weiser nennt zudem die Gefahr einer solchen Überprüfung: "Wenn diese politisch gefordert werden würde, würde sich das Planfeststellungsverfahren sicherlich verzögern." So besteht beim Rhein-Kreis Neuss die Hoffnung, dass "Mitte 2018 alle Unterlagen vorliegen und der Bezirksregierung übergeben werden können", sagt Kreis-Dezernent Bijan Djir-Sarai. Die Hoffnung auf eine positive Abwägung ist groß, weil auch BBW die Anschlussstelle Delrath als "wichtigen Verkehrsweg" klassifizierte und drei "sozio-ökonomische Ziele" formulierte: Entlastung der B 9, Verringerung der Lärmbelastung der Wohngebiete Neuss-Uedesheim und Nievenheim, Vorteile bei den Schadstoffbelastungen. Die europaweite Ausschreibung für die Überarbeitung der Planfeststellungsunterlagen laufe.

Ausschussmitglied Christian Will (CDU) fragte explizit nach der Variante mit einer Anbindung an die L 380 (Neusser Straße). Frank Weiser hält auch diese für sehr gut, "aber dies müsste die Stadt Dormagen beraten. Diese spezielle Variante gehört auch nicht zur Planfeststellung". Dormagens Planungspolitiker Hermann Harig verwies darauf, dass mit einer solchen "Spange die Baugebiete Delrath und Nievenheim sich gut anbinden ließen". Landrat Hans-Jürgen Petrauschke betonte auf Nachfrage von Rainer Thiel (SPD), dass die von der Bezirksregierung noch geforderten Gutachten "auf dem Weg" seien.

(schum)
 
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