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Dormagen
Der Baustart für die neue A57-Brücke verzögert sich erneut

A57 bei Dormagen: Brückenbau verzögert sich
Noch immer ein Provisorium ist der Baustellenbereich der A 57-Brücke bei Nievenheim. Der Baubeginn ist weiterhin ungewiss. FOTO: ATI
Dormagen. Glücklich ist darüber niemand beim Landesbetrieb Straßen-NRW. Aber Tatsache ist, dass zurzeit niemand dort sagen kann, wann der Bau der neuen A 57-Brücke bei Nievenheim endlich beginnen wird. "Es geht nicht so voran, wie wir es uns wünschen", sagt Norbert Cleve.

Der Landesbetrieb Straßenbau Nordrhein-Westfalen plant, baut und betreibt alle Autobahnen, Bundes- und Landesstraßen in Deutschlands. Und kurz vor Dormagen hakt es seit Monaten. Mitte August stießen Arbeiter bei routinemäßigen Probebohrungen auf Metallisches in zehn Meter Tiefe. Nach wochenlangen Vorbereitungen wurden letztlich keine Bomben aus den beiden Weltkriegen gefunden. Wer gedacht hatte, nun ginge es voran, sieht sich getäuscht. Beim Ausheben der "richtigen" Baugrube gibt es weitere Probleme. Weil auch dort lange Spundwände ins Erdreich eingebracht werden müssen, sind erneut erste Bohrungen an diesen Stellen notwendig.

Im Bereich des Widerlagers der alten, durch den damaligen Brand stark beschädigten Brücke, konnten diese Bohrungen noch nicht erfolgen. Norbert Cleve erklärt: "Dieser Bereich wird noch sondiert." Die alten Widerlagen werden bald auch beseitigt. Der Zeitpunkt ist unklar, die Reihenfolge nicht: Zunächst wird der Verkehr, der heute aus Richtung Neuss nach Köln rollt, auf den benachbarten Fahrstreifen gelegt -dort, wo in den vergangenen Wochen nach den vermeintlichen Weltkriegsbomben gegraben wurde. Dann wird diese Behelfsbrücke weggezogen, auseinander montiert und zurück ins Brückenlager von Straßen NRW nach Willich gebracht.

A57: 80-Tonnen-Bagger reißen Brücke ab FOTO: Martin van der Pütten

Schritt Nummer drei ist dann der Bau des ersten neuen Brückenteils. Die wird auch gleich auf drei Fahrspuren Richtung Köln ausgelegt. Damit wird dem sechsstreifigen Ausbau der A 57 Rechnung getragen, der Neuss erreicht. Ist dieser Brückenteil fertig gestellt, wird der Verkehr gen Süden dorthin zurück gelegt und die mittlere der inzwischen drei Behelfsbrücken abmontiert. Dort entsteht dann Brückenneubau Nummer zwei.

Hieß es erst, dass der Neubau, für den der Landesbetrieb Straßen-NRW Kosten in Höhe von neun Millionen Euro veranschlagt sind, im Herbst 2017 fertig ist, ist seit diesem Sommer von "Ende 2017, Anfang 2018" die Rede.

Februar 2012: Toter bei Massenunfall auf A57 FOTO: Dieter Staniek
(schum)
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