| 13.19 Uhr

Mann bei Dormagen überrollt
Haftbefehl gegen Lkw-Fahrer nach tödlichem Unfall auf A57

Mann stirbt bei Panne auf A57 bei Dormagen
Mann stirbt bei Panne auf A57 bei Dormagen FOTO: Bernd Rosenbaum
Dormagen. Die Staatsanwaltschaft Köln hat gegen den 40 Jahre alten Lkw-Fahrer, der am Dienstag Abend einen Autofahrer auf der A57 tödlich verletzt hat, Haftbefehl beantragt, dem auch vom zuständigen Richter stattgegeben wurde. Es geht um das unerlaubte Entfernen von einem Unfallort und um fahrlässige Tötung.

Ein 55 Jahre alter Mann aus Pulheim hatte an dem Abend gegen 19.30 Uhr seinen Ford wegen eines technischen Defektes auf dem Standstreifen zwischen Dormagen und Worringen abgestellt. Beim Aufstellen des Warndreiecks wurde der Mann von dem Lkw erfasst und verstarb noch an der Unfallstelle, nachdem vergeblich versucht worden war, ihn zu reanimieren. Die näheren Umstände sind noch unklar. Laut Polizeiangaben hatte sich das Opfer, das vorschriftsmäßig eine Warnweste trug, von seinem Auto, das nahe an den Leitplanken geparkt war, bereits entfernt. "Ob er auf dem Weg war, um das Warndreieck aufzustellen, oder wieder auf dem Rückweg oder ob er beim Aufstellen von dem Lkw erfasst wurde - darüber gibt es noch keine Klarheit", so Polizeisprecher Dieter Weber. Es gibt bislang keinen Zeugen, der den Unfallhergang gesehen hat. "Es gab Ersthelfer am Unfallort, und wir haben Zeugen, die aber nur Bruchstücke beisteuern können."

Immerhin gelang es der Kölner Polizei sehr schnell, den Lkw-Fahrer aufzutreiben. Der Mazedonier, ohne festen Wohnsitz, war mit seinem Lkw mit deutschem Kennzeichen unterwegs. Er konnte von der Polizei im Kölner Stadtgebiet ermittelt werden. Kennzeichen und die Werbeaufschrift auf dem Lkw mit Anhänger waren dabei die entscheidenden Hilfen. Die Polizeibeamten stellten die Zugmaschine zur Beweissicherung sicher, ließen den Anhänger vor Ort.

Die Ermittlungsgruppe der Polizei hofft noch auf weitere Zeugen. Auf den bisherigen Aufruf hat es laut Sprecher Weber noch keine Reaktion gegeben. Mögliche Zeugen, die etwas zum Unfallhergang beisteuern können, melden sich bei der Polizei unter 0221 2290.

(schum)
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