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Dormagen
A57: Feuerwerkerin rät zur Vorsicht bei Bombensuche

Dormagen: A57: Feuerwerkerin rät zur Vorsicht bei Bombensuche
In zehn Metern Tiefe könnte eine Bombe liegen. FOTO: ATI
Dormagen. Weitere Suche wurde gestern abgebrochen. Am Montag soll Klarheit herrschen, ob dort eine Bombe liegt.

Das Rätselraten geht weiter: Noch immer ist nicht klar, ob sich unter der A 57 eine oder mehrere Bomben aus einer der beiden Weltkriegen befinden. Seit zwei Wochen bereiten Spezialisten ein Erdloch vor, um dem rätselhaften Fund in zehn Metern Tiefe auf die Spur zu kommen. Gestern wollte man laut Zeitplan das Erdreich so weit beseitigt haben, dass es möglich ist, den Fund zu identifizieren.

Doch daraus wurde nichts: "Die Arbeiter sind in sieben, acht Metern Tiefe auf einen sehr harten Untergrund gestoßen.", sagt Norbert Cleve von Straßen-NRW. Eine Feuerwerkerin der Spezialfirma Tauber aus Münster war vor Ort und hat zu großer Vorsicht geraten. Die Arbeiten sollen jetzt am Montag fortgesetzt werden.

Es geht nicht nur um das fünf Mal zehn Meter große Loch hinter der A 57-Brücke in Fahrtrichtung Neuss, das mit großem Aufwand vorbereitet worden ist; auch auf der anderen Seite - ebenfalls zwischen den beiden Richtungsfahrbahnen liegend - gibt es einen sogenannten Verdachtsfall. "Auch dort muss anschließend rund zehn Meter in die Tiefe gegangen werden", sagt Cleve. Bei obligatorischen Sondierungsarbeiten ist die Firma vor Wochen auf verdächtiges Metall gestoßen. Seitdem ist die Münsteraner Firma vor Ort.

Ein Spezialunternehmen, das spezialisiert ist auf die Beseitigung von Munition und Bombenblindgängern aus den Weltkriegen und die Entsorgung von chemischen Kampfstoffen. Sie agiert nach eigenen Angaben auf den Minenfeldern in Nordafrika, in Mozambique, Angola und in Ostanatolien an der Grenze Türkei/Syrien. Wird eine Bombe an der A 57 gefunden, muss sie die Entschärfung und Beseitigung allerdings dem Kampfmittelräumdienst der Bezirksregierung überlassen - das ist so in NRW vorgesehen.

(schum)
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