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Dormagen
Aktion "Räder für Flüchtlinge" läuft

Dormagen. In der Radstation sollen Jugendliche ab Mai Fahrräder rundumerneuern. Von Carina Wernig

Die Aktion "Räder für Flüchtlinge" wird von Ende April bis Mitte Juni in der Dormagener Radstation umgesetzt. Unter dem Namen "Runde Sache für neue Nachbarn" haben sich neben dem Caritasverband Rhein-Kreis Neuss als Betreiber der Radstation und der Stadt Dormagen als Vermittler zu den Asylsuchenden drei weitere Projektteilnehmer zusammengeschlossen, um gemeinsam Flüchtlinge mit geeigneten Rädern auszustatten und zugleich Jugendliche und junge Erwachsene einzubinden, die im Leibniz-Gymnasium zur Schule gehen, in Ausbildung beim Rhein-Werk von Hydro sind oder vom Jobcenter Rhein-Kreis Neuss begleitet werden.

"Wir hoffen, dass wir genügend Jugendliche zur Mitarbeit motivieren können", erklärt Dirk Jünger, Leiter Soziale Dienste der Caritas im Rhein-Kreis Neuss. Denn die Zahl derjenigen, die Spendenräder abholen, waschen oder "zurechtschrauben", steht noch nicht fest. "Wir hoffen, auf genügend Zulauf", betont Jünger, auch von Dormagenern, die ihr altes Fahrrad spenden wollen. Wer zur Radspende bereit ist, kann sich an Bettina Baum-Effertz unter 02133 2500300 oder per Mail an spendenraeder@caritas-neuss.de wenden. Das Rad wird nach vorheriger Absprache und Terminvergabe an vier Tagen abgeholt: am 29. April, am 2. Mai, am 6. Mai und am 9. Mai - jeweils in der Zeit zwischen 10 und 13 Uhr sowie 14 und 17 Uhr. Darüber hinaus können die Spendenräder auch in der Radstation Dormagen, Willy-Brandt-Platz 1 innerhalb der Öffnungszeiten abgegeben werden: montags bis freitags von 6.45 bis 12.45 Uhr. Die Radstation ist unter 02133 9749234 zu erreichen.

Nach dem Abholen oder der Entgegennahme werden die Spendenräder in der Radstation zunächst gewaschen und gereinigt. Auch werden kleinere Reparaturen in der Werkstatt ausgeführt. "Bevor das Fahrrad dann genutzt wird, könnten die künftigen Nutzer eventuell noch Fahrradtrainings benötigen, aber darüber wird zurzeit noch gesprochen", erläutert Dirk Jünger.

Beim Abstimmungstreffen hatte Ulrich Hartz, stellvertretender Geschäftsführer des Jobcenters Rhein-Kreis Neuss, die spontan geborene Idee der Zusammenarbeit gelobt, auch Schüler und Auszubildende einzubinden: "Gemeinsam können wir die Flüchtlinge willkommen heißen und ihnen einen guten Start bieten." Das Jobcenter beteilige sich mit den Unter-25-Jährigen, die bei ihm Leistungen beziehen.

Quelle: NGZ
 
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