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Dormagen
Alle 18 Kinder sind nach dem Schulbus-Unfall wieder zu Hause

Dormagen. Die 18 Kinder, die beim Zusammenstoß eines Autos mit ihrem Schulbus am Donnerstag Morgen verletzt wurden, konnten bereits am Abend die Krankenhäuser wieder verlassen, ebenso zwei der drei verletzten Betreuer. Nur eine Lehrerin musste noch zur Beobachtung im Krankenhaus bleiben.

"Wir sind sehr erleichtert, dass beim Unfall nicht mehr passiert ist", sagte Annette Gruner, Leiterin der Theodor-Angerhausen-Schule, gestern. Dem Schulbus, der mit 46 Kindern und vier Begleitern auf dem Weg zum Schwimmunterricht nach Nievenheim war, wurde auf der Provinzialstraße an der A 57-Abfahrt offensichtlich die Vorfahrt durch einen VW Touran genommen.

Die Schulleiterin erhält großes Lob vom Ersten Beigeordneten Robert Krumbein: "Sie und ihre Helfer haben die ungewöhnliche Situation professionell und unaufgeregt gemanagt." Auch die Stadt half mit Feuerwehrleuten und dem Fachbereich Integration aus, als die 28 unverletzten Schüler in der Feuerwache an der Kieler Straße betreut werden mussten, bis ihre Eltern verständigt waren. Für den unverletzten Silas (9) war der Unfall zunächst merkwürdig: "Ich dachte, wir wären gegen einen Stein gefahren", erinnert er sich an den Aufprall, bei dem er mit dem Kopf gegen den Sitz schlug. Nach der ersten Aufregung - einige Schüler weinten - warteten die unverletzten Kinder draußen auf einer Wiese, bis sie zur Feuerwache gebracht wurden. "Da konnten wir den Feuerwehrleuten Fragen stellen", berichtet Silas von der informativen Betreuung.

Gestern mussten Schulleitung und Lehrer noch einiges nacharbeiten, das am Donnerstag liegen geblieben war. Alle Kinder erhielten einen erklärenden Brief für die Eltern - und die beiden dritten Klassen konnten das Geschehene in der Klasse aufarbeiten, bevor es Zeugnisse gab und die Ferien begannen.

(cw-)
 
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