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Dormagen
Amprion bestätigt Kaarst als besten Konverter-Standort

Dormagen. Der Netzbetreiber Amprion hält daran fest, dass die "Dreiecksfläche" in Kaarst der am besten geeignete Standort für den Stromkonverter ist. Das bestätigte Sprecher Andreas Wiede. Aber: "Wir brauchen die Unterstützung der Politik, um Verzögerungen zu vermeiden." Denn die Zeitschiene ist eng: 2017 muss das Genehmigungsverfahren gestartet werden, damit das Bauwerk 2022 in Betrieb gehen kann. Er sei nach wie vor zuversichtlich, dass der Konverter in Kaarst gebaut wird.

Die CDU-Fraktion im Regionalrat hat nun Ministerpräsidentin Hannelore Kraft (SPD) aufgefordert, sich in die Debatte um den Stromkonverter einzuschalten und ein Machtwort zu sprechen. Kreisdirektor Dirk Brügge (CDU), Geschäftsführer der Regionalratsfraktion, sagte: "Es kann nicht sein, dass die Landesregierung sich hier vollkommen wegduckt."

Regionalratsmitglied Rainer Thiel MdL (SPD) glaubt, dass "die Bezirksregierung genügend Abwägungsargumente hat, den Konverterstandort durch Umwidmung der Kiesfläche zu ermöglichen", sieht er einen "Beitrag zur Konfliktminderung". Noch verhindert die Ausweisung der Dreiecksfläche als Auskiesungsfläche im Regionalplan diesen Standort. Die Fläche zwischen Bahn, A 57 und L 30 hat mit 1,3 Kilometern die weiteste Entfernung zur Wohnbebauung der 20 Standorte. Ein Kriterium, das von Politik und Bürgern als wichtigstes Merkmal benannt wurde. Kommt Kaarst nicht, ist Gohr die Alternative - gegen diesen Automatismus hatten sich die Bürgermeister aus Dormagen, Grevenbroich und Rommerskirchen gewandt und eine Neubewertung aller Standorte gefordert, wenn der größtmögliche Abstand nicht mehr Kriterium sei.

(cw-/sep)
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