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Wort Zum Sonntag
Angst lähmt und ist immer ein schlechter Ratgeber

Dormagen. Welche Botschaft erwarten an Weihnachten die Gottesdienstbesucher, vielleicht auch grade diejenigen, die sonst selten oder nie zur Kirche gehen? Was wollen sie hören, alle Jahre wieder? Vermutlich wollen sie hören, was denn das Große ist an Weihnachten. Was denn diese alte Geschichte von Maria und Josef und dem Stall von Bethlehem, die uns so vertraut ist, dass wir sie fast auswendig können, zu tun hat mit unserer Welt und unserem Leben heute. Um das neu zu entdecken sollte man immer wieder neu hineinhören in diesen alten Text. Dahinein, was die Engel sagen. Denn die Engel sind von Gott. Es ist also das, was Gott heute an Weihnachten zu uns sagt. Die Engel beginnen mit den Worten: "Fürchtet euch nicht!" Was für eine Einleitung! Diese Aufforderung ist ganz besonders ganz nötig. Im Rückblick auf das vergangene Jahr in der Politik und vielleicht auch im eigenen kleinen Bereich lehrte manches das Fürchten. Aber Angst ist immer ein schlechter Ratgeber. Angst lähmt uns, Angst bindet unsere Kräfte, die wir so nötig anders bräuchten. "Fürchtet euch nicht!" Diese klare Aufforderung geben uns die Engel am Heiligen Abend als erstes mit auf den Weg. Genau 365-Mal steht diese Aufforderung so oder ähnlich in der Bibel, also für jeden Tag einmal. Der Engel verkündet die Freude für alles Volk. Wie kommt er dazu? Was hat er anzubieten als Grund zu solch einer Freude? Er sagt es: "Euch ist heute der Heiland geboren" Der Heiland! Das ist ein altes Wort, und doch ist das, was es ausdrückt, so aktuell. Der Heiland: Da steckt das Wort "heil" drin, und heil ist das Gegenteil von kaputt. Das ist die Botschaft des Engels: Der ist geboren, der heil machen kann. Das brauchen alle Menschen. Diese Botschaft gilt es auszurichten - "alle Jahre wieder".

Frank Picht, Christuskirche

Quelle: NGZ
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