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Dormagen
Ansturm auf Zonser Fähre bleibt aus

Dormagen. Von der Sperrung der A 1-Brücke profitiert nur die Fähre in Hitdorf. Von Klaus D. Schumilas

Kapitän Matthias Müller hatte gestern Morgen auf der Rheinfähre zwischen Köln-Langel und Leverkusen-Hitdorf gut zu tun: Wegen der Vollsperrung der Rheinbrücke der A1 nutzen zahlreiche Autofahrer den Wasserweg. Deutlich ruhiger hatte es zur gleichen Zeit Wolfgang Jansen. Der Chef des gleichnamigen Rheinfährbetriebs zwischen Zons und Urdenbach sagt: "Die A 1-Sperrung bringt uns nichts. Dafür ist Leverkusen zu weit entfernt."

Wie zum Beleg chauffiert er gerade einmal drei Fahrzeuge sowie einen Radfahrer auf die rechte Rheinseite. Zurück sieht es nicht viel anders aus. Das würde, sagt der Neusser, völlig anders aussehen, gäbe es Sperrungen oder ähnliches auf der A 57 oder auf der Fleher Brücke. "Dann ist hier richtig was los." Es sind Stammkunden, die der Fähre zum Teil über Jahrzehnten die Treue halten und auf dem Weg zu ihrem Arbeitsplatz die Zonser Fähre als Abkürzung nutzen. "Diesen Wert erkennen zu wenig", sagt Jansen. "Fähren zahlen sich für Berufspendler aus." Er rechnet vor: Die Fahrtstrecke Dormagen-Zentrum nach Benrath (z.B. Koblenzer Straße) über die B 9 und die Fleher Brücke (A 46) beträgt ca. 22 Kilometer. Über die Fähre sind es nur ca. zehn Kilometer. Dies ergibt eine Ersparnis von rund zwölf Kilometern. "Damit spart man also richtig Kilometer." Für diese Berufspendler, die mit dem Auto werktags den Rhein überqueren müssen, gibt es spezielle Pendlerkarten, die von Montag bis Freitag für eine Hin- und Rückfahrt pro Tag gelten. "Das rechnet sich dann", so Jansen, der auch einen anderen Vorteil nennt: "Ein paar Minuten lang die entspannte Fahrt mit der Fähre genießen."

Quelle: NGZ
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