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Dormagen
Asylheim in Delhoven: Stadt trennt sich von Unternehmer

Dormagen. Spätestens im Februar 2017 sollen die beiden noch beauftragten Flüchtlingsunterkünfte in Nievenheim und Delhoven bezugsfertig sein. Dass es in Delhoven, wo bereits vor Monaten mit dem Bau neben dem Sportplatz begonnen wurde, noch keine Fertigstellung, sondern lange Zeit Stillstand gab, liegt an Differenzen mit dem Unternehmen, von dem sich die Stadt getrennt hat. Das teilte Kämmerin Tanja Gaspers gestern dem Hauptausschuss mit.

Nach vielen Verhandlungen habe man sich getrennt, so die Beigeordnete, die für den Eigenbetrieb zuständig ist. Der habe den Bau in Delhoven jetzt selbst übernommen und werde ihn mit Planern und Fachfirmen beenden. Das Ziel bleibt die Fertigstellung im Januar oder Februar, was Gaspers "sportlich" nannte. Denn es müssten noch Baumängel beseitigt werden, die diese Firma verursacht habe. "Die Kosten bleiben wie geplant", so Gaspers.

Nachdem in dieser Woche weitere Flüchtlinge, vor allem Familien, im "Welcome Center" eingetroffen sind, erwartet der Erste Beigeordnete Robert Krumbein "keine weiteren Zuweisungen für dieses Jahr in Dormagen", wie er im Jugendhilfeausschuss sagte. Damit ist die Zahl der Flüchtlinge auf 1041 gestiegen. "Dazu könnten jetzt höchstens noch Familiennachzüge kommen", so der zuständige Beigeordnete.

Für 2017 gebe es noch keine Zuweisungs-Prognosen der Bezirksregierung, wie Krumbein ausführte. Die Stadt rechnet mit 15 Neuzugängen, zehn Nachzügen und fünf Abgängen im Monat. "Das wäre zu verkraften, wenn wir weiterhin Wohnungen für Flüchtlinge anmieten können", so Krumbein. In Mietwohnungen ist die größte Gruppe der Flüchtlinge (225) in Dormagen untergebracht, gefolgt von der Unterkunft Am Wäldchen (150) und dem Welcome Center (127). Zurzeit gibt es in allen Unterkünften zusammen 102 nicht belegte Plätze, dazu sollen 180 weitere in den beiden neuen Bauten in Delhoven und in Nievenheim kommen. "Das ist auch nötig, denn wir müssen im Februar die 180 Plätze aus dem Wäldchen kompensieren", erklärte Krumbein: "Da haben wir kaum Puffer."

(cw-/schum)
 
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