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Dormagen
Auf den Spuren des Jugendstils am Internationalen Museumstag

Dormagen. "Mit Ecken und Kanten", so lautet der Titel der derzeitigen Ausstellung im Kreismuseum Zons, bei der rund 250 Jugendstil-Fliesen aus der Sammlung von Beatrix und Axel Vater gezeigt werden. Und diese Ausstellung bildete auch den Mittelpunkt des Internationalen Museumstages im Kreismuseum Zons. "Viele Besucher kamen ganz gezielt, um sich die Ausstellung anzuschauen oder auch an den Führungen teilzunehmen. Einige hatten viele spannende Fragen dabei", sagte Museumsleiterin Anna Karina Hahn, die die Besucher gemeinsam mit der neuen wissenschaftlichen Mitarbeiterin Verena Göbel betreute. Von Vera Straub-Roeben

Besonders interessant waren dabei auch die Entwürfe aus dem 19. Jahrhundert, die von Künstlern angefertigt wurden, um anderen Künstlern Inspiration zu bieten. "Man betrachtet zum Beispiel eine Fliese und fragt sich, wo denn dort die Tulpe zu sehen sein soll. Dann schaut man sich die Vorlage an und sieht plötzlich, dass sich das Muster aus der naturalistischen Tulpe heraus entwickelt hat", erklärte Anna Karina Hahn. Für die ganz jungen Museumsbesucher hatte Verena Göbel, die sich nun auch um die Museumspädagogik kümmert, eigens eine kleine Rallye ausgearbeitet, anhand derer sich die Kinder (und auch ihre Eltern) mit den Exponaten beschäftigen konnten. "Es handelt sich einfach um eine Ausstellung, für die man Zeit braucht - und die nehmen sich die meisten Besucher auch", so Hahn.

An einem großen Tisch auf der Galerie empfing die Zonser Künstlerin Christina Althaus kleine und wegen der Nachfrage auch große angehende Künstler und gestaltete mit ihnen Fliesen und Teller mit spezieller Keramikfarbe. "So können alle ein Erinnerungsstück an den Internationalen Museumstag in Zons mitnehmen - wenn sie die Farbe im Backofen fixieren, hält sie ewig." Diese Idee fand auch ein junges Pärchen schön, das gleich zwei Erinnerungsteller gestaltet hat: mit Herzchen und dem Datum seines Jahrestages. "Das fand ich wirklich bezaubernd", sagte Althaus und kann sich ein Schmunzeln nicht verkneifen. Etwas pragmatischer ging der achtjährige Noah die Kunst an: Er verzierte einen Teller mit farbigen Flächen und schuf so vielleicht doch eine Reminiszenz an den Jugendstil. Die Ausstellung ist noch bis zum 2. Juli zu sehen.

Quelle: NGZ
 
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