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Dormagen
Auf Tuchfühlung mit Tannenbusch-Tieren

Dormagen: Auf Tuchfühlung mit Tannenbusch-Tieren
Dormagen. Im Dormagener Tierpark Tannenbusch kann ein NGZ-Leser dem Tierpfleger über die Schulter schauen und ihm bei der Arbeit helfen. Von Carina Wernig

Wuselig geht es im Tierpark Tannenbusch im und vor dem Streichelzoo zu: Ziegen warten auf die erlaubte Fütterung, während kleine Kinder am Zaun stehen und sich freuen, die Tiere streicheln zu können. Von wenigen Ausnahmen abgesehen, bleibt der beliebte Streichelzoo die einzige Chance, den Tieren im Tannenbusch näher zu kommen. Das soll sich 2016 zumindest an einem Tag für einen NGZ-Leser ändern: Einmal den Tierpfleger bei seiner Arbeit begleiten und auch mal selbst zum Wohl der mehr als 200 Tiere Hand anlegen, das ermöglicht die NGZ in Absprache mit der Stadtmarketing- und Verkehrsgesellschaft Dormagen (SVGD) einem Leser. "Das machen wir gern", sagt Klaus Schmitz, Geschäftsführer der SVGD, der Betreiberin des Tierparks Tannenbusch. Tiere füttern und umsorgen sowie Gehege säubern und instand halten sind die Hauptaufgaben eines Tierpflegers, zusätzlich kommen Sondersituationen, wie zum Beispiel die "Handaufzucht" von Ziegen bei fehlender oder kranker Mutterziege, dazu.

"Wir freuen uns das ganze Jahr über Besucher", erklärt Tierpark-Leiterin Ellen Peterburs: "Auf Hitze stellen wir uns ebenso ein wie auf Kälte." Auch im Winter ist der Tannenbusch ein beliebtes Ausflugsziel für die ganze Familie, nicht nur aus Dormagen. "Im ganzen Jahr sind vor allem die Kinder begeistert von den Tieren", erzählt Tierpfleger Christian Lüdecke, der seit mehr als 26 Jahren im Tierpark arbeitet. Besonders beliebt bei den kleinen Bessuchern sind neben den Ziegen im Streichelzoo die kleinen "Schoßtiere" wie Meerschweinchen, weiß Lüdecke. Aber auch die Esel, das Heckrind sowie Rot- und Damwild ziehen viele Besucher zu den Gehegen, die die SVGD-Mitarbeiter sauber halten müssen. Etwas außerhalb leben die Haus- und Wildschweine, bei letzteren sorgen die Frischlinge für besonders entzückte Ausrufe der Besucher. "Hier ist immer viel los", sagt Lüdecke. Nicht ohne Grund ist "Schorsch", das Maskottchen des Tierparks Tannenbusch, das als Stofftier in mehreren Größen zum Verkauf angeboten wird, auch ein Wildschwein.

Insgesamt leben im Tierpark Tannenbusch mehr als 200 Tiere: 16 Haustier-Arten von der Moorschnucke bis zum schwarzen Schwan und 32 Arten Wildtiere vom Rot- und Damwild bis zur Knäckente. Sie alle gehören der Schutzgemeinschaft Deutscher Wald Dormagen, die das pädagogische Konzept des Tierparks fortentwickelt, während die Stadtmarketing- und Verkehrsgesellschaft Dormagen den Betrieb sicherstellt. Im Juni hat die Stadt Dormagen mit SDW und SVGD einen Kooperationsvertrag geschlossen, der eine noch bessere Zusammenarbeit sicherstellt.

Während im Sommer die Tierpfleger im Tannenbusch vor allem kontrollieren, ob stets genügend frisches Wasser zum Trinken und Baden in den Gehegen ist, wird im Winter bei eisigen Temperaturen geschaut, dass kein Tier friert oder anderen Schaden nimmt: So müssen Störche bei Minustemperaturen in Sicherheit gebracht werden, damit kein Fuchs über den zugefrorenen Teich zu ihnen kommt.

Im Winter ist der Tierpark Tannenbusch von 9 bis 18 Uhr geöffnet. Er kostet keinen Eintritt. Eine Parkgebühr von 2 Euro wird an Wochenenden und Feiertagen erhoben.

Quelle: NGZ
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