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Dormagen
Aussteller-Rekord auf dem Martinsmarkt

Dormagen: Aussteller-Rekord auf dem Martinsmarkt
Selbstgemachtes ist die Voraussetzung, um als Aussteller beim Martinsmarkt im Kloster Knechtsteden dabei zu sein. FOTO: Lothar Berns
Dormagen. Trotz schlechtem Wetter strömten die Besucher an zwei Tagen ins Kloster Knechtsteden, um die Objekte der 68 Aussteller zu sehen. Von Kira Bayer

Am vergangenen Wochenende stand der Kulturhof des Kloster Knechtsteden ganz im Zeichen des Kunsthandwerks. Zum achten Mal erwartete den Besucher auf dem Martinsmarkt Selbstgemachtes aus unterschiedlichen Materialen wie Holz, Filz oder Seide. In diesem Jahr brach der Markt mit 68 Ausstellern einen Rekord, darunter mehr als 20 neue Kunsthandwerker. Das besondere Augenmerk lag hierbei insbesondere auf Advents- und Weihnachtsdekorationen.

Welche Handwerker ihre Werke auf dem Martinsmarkt ausstellen dürfen, entscheidet die Veranstalterin Ute Godyla: "Die Aussteller müssen einige Kriterien erfüllen, zu dieser Jahreszeit legen wir zum Beispiel viel Wert auf Adventssachen oder schöne Weihnachtsgeschenke." Am wichtigsten sei jedoch, dass alles selbst gemacht werde. In diesem Jahr bewarben sich über 140 Aussteller auf die begehrten Marktplätze. Seit 15 Jahren veranstaltet Godyla die Märkte auf dem Gelände des Klosters. Auch dieses Mal ist sie mit der Resonanz sehr zufrieden, "wir haben mit ein paar hundert Besuchern gerechnet und das wurde erfüllt, auch wenn das Wetter nicht so gut war".

Einer der Aussteller ist Thomas Esser. Der gelernte Tischlermeister stellte in diesem Jahr zum ersten Mal seine Holzwerke auf der Klosteranlage aus: "Ich mache fast alles selber und bin oft zuhause in meiner Werkstatt und gehe dann mit meiner Frau zusammen auf die Märkte", erzählt er. Hauptberuflich arbeitet Esser im sozialen Bereich, so werkelte er meistens Abends und Nachts an seinen Stücken: "Für ein großes Stück, zum Beispiel für einen großen Dom aus Holz, bräuchte ich schon vier Tage am Stück." Für die Resonanz die er zurück bekommt, würde sich diese Arbeit jedoch lohnen.

In der Theaterscheune stand man Katalin Pajor und ihre Handpuppen. Zusammen mit einigen weiteren Frauen näht die Rentnerin bunte Puppen in verschiedenen Größen für Kinder- und Erwachsenenhände: "Die Kinder lieben diese Puppen. Wenn sie sie sehen, dann haben die Eltern oft keine andere Wahl als ihnen eine zu kaufen", lacht sie. Neben dem Kunsthandwerk überzeugt der Martinsmarkt auch mit kulinarischen Ständen wie dem Reibekuchenwagen, dem Crêpestand oder in diesem Jahr ganz neu dabei: der Fish-and-Chips Wagen. Dazu gibt es dann Glühwein, Kinderpunch und andere heiße Getränke. Am Samstag fand außerdem der traditionelle Martinsumzug statt, bei welchem über hundert Kinder mit ihren Eltern über das Klostergelände liefen. Dabei wurde die Geschichte des Heiligen Martins an einigen Stationen auf dem Gelände nachgestellt. Organisiert wurde diese Aktion von den Messdienern der Basilika.

Am Sonntagnachmittag erwartete die Kinder auf dem Martinsmarkt dann noch ein besonderer Höhepunkt. An einem Lagerfeuer konnten sie selber Stockbrot backen. Die Erwachsenen durften sich währenddessen auf Führung durch das Kloster freuen, bei der Manfred Stefer den Besucher unbekannte Ecken des Klosters zeigte.

Quelle: NGZ
 
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