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Dormagen
AWO: Ohne Geld droht Schließung

Dormagen. Die "Bürgerlichen" beantragen die Streichung des Zuschusses für die AWO. Die müsste dann, sagt Vorsitzender Schmitt, ihre Begegnungsstätte schließen.

Der Vorschlag des bürgerlichen Bündnisses (CDU, Zentrum, FDP) für die Finanzberatungen am Freitag im Hauptausschuss, der AWO den 25.800-Euro-Zuschuss zu streichen, sorgt bei den Betroffenen für Empörung. "Wenn dies am Freitag so beschlossen wird", sagt Bernhard Schmitt, Vorsitzender des Ortsvereins Dormagen, "bleibt mir nichts anderes übrig, als den Mietvertrag mit dem Hauseigentümer zu kündigen, damit wir nicht zahlungsunfähig werden."

"Nach dem Insolvenzverfahren 2008 hat die AWO diesen Mietzuschuss erhalten, der mehr eine Hilfestellung gewesen ist, als eine auf Dauer angelegte Subvention", sagt CDU-Fraktionsvize Jo Deußen. "Dieser Zuschuss wurde ab 2011 als Dauerposition übernommen." Die "Bürgerlichen" wollen keine Bevorzugung gegenüber anderen Institutionen. Diese Argumentation will Schmitt nicht gelten lassen. Er weist darauf hin, dass viele Vereine Aufwendungen haben, die sie ebenso wie die Arbeiterwohlfahrt tragen, "aber was ist mit den Infrastrukturkosten wie Plätze, Hallen, Räumlichkeiten?" fragt Schmitt. Dies werde von der Stadt kostenlos bzw. anteilig zur Verfügung gestellt. In der Begegnungsstätte der AWO an der Friedensstraße werden die Aktivitäten von rund 30 Ehrenamtlichen gestemmt, Personalkosten entstünden nicht. 30 Stunden ist die Einrichtung geöffnet, "sie ist Anlaufpunkt für viele Gruppen, denen wir einen Treffpunkt oder sogar eine Heimat geben, wie das Netzwerk 55 plus, Selbsthilfegruppen, Kochen mit der Tafel oder einige Tanzgruppen."

Es sei eine preiswerte Begegnungsstätte für die Stadt, sagt Schmitt. Er wird als Fraktionsvorsitzender der SPD am Freitag im Hauptausschuss bei diesem Thema mitdiskutieren können. Die AWO könne "mit Unterschriften oder anderen Aktionen" die wichtige Funktion der Begegnungsstätte deutlich machen. Die Zahl der Besucher bzw. Nutzer soll am Freitag den Mitgliedern des Hauptausschusses vorgelegt werden, die bei ihren Finanzberatungen über den Antrag der Bürgerlichen befinden sollen.

(schum)
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