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Dormagen
Bärenklau gibt es nur noch im Grind

Dormagen. Biologische Station beruhigt besorgte Dormagener: "Keine Ausbreitung."

Für Ulrich Schmitz, Leiter der Unteren Landschaftsbehörde, ist es eine "glückliche Situation" für Dormagen. Denn in der Stadt muss nicht wie andere den mitunter hoffnungslosen Kampf gegen die giftige Herkules-staude führen. "An Rhein-Ruhr-Wupper gibt es sie flächendeckend, da ist die Bekämpfung fast aussichtslos." Auch Thomas Braun von der Biologischen Station in Knechtsteden beruhigt besorgte Bürger: "Es gibt keine dramatische Ausbreitung des Riesenbärenklaus." Dormagener hatten sich an die SPD gewandt, die wiederum über die Verwaltung die gute Nachricht weiter transportieren konnte.

Laut Braun ist der Bärenklau ein "riesen Thema" in vielen Gegenden. Im Rhein-Kreis Neuss ist es eine Region in Korschenbroich, wo im Rahmen eines Projekts der Biologischen Station die Herkulesstaude am Nordkanal beseitigt werden muss, wo sie stark vertreten ist. Die Pflanze enthält fototoxische Substanzen, die bei Berührung in Verbindung mit Sonnenlicht schwere, schlecht heilende und verbrennungsähnliche Hautläsionen verursacht. Gefährdet sind vor allem Spaziergänger, "insbesondere Kinder und Jugendliche", wie Dr. Michael Dörr, Amtsarzt des Rhein-Kreises Neuss, betont, Wanderer und Hunde gefährdet. In Dormagen kennt Braun "eine Ecke im Zonser Grind, wo es den Bärenklau noch gibt. Die Technischen Betriebe Dormagen kontrollieren seit Jahren das Stadtgebiet und graben die Pflanze aus.

Braun hat in Dormagen eher das Jakobskreuzkraut im Blick, "ein viel stärkeres Thema." Die giftige, gelb blühende Pflanze, nimmt das Vieh schnell mal durch Heufressen auf, Pferde reagieren darauf sehr empfindlich. "Es gibt Landeskampagnen zur Beseitigung der Pflanze."

(schum)
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