| 00.00 Uhr

Dormagen
Bahnhof Nievenheim bleibt ein Problemfall

Dormagen: Bahnhof Nievenheim bleibt ein Problemfall
Graffiti-Schmierereien sind ein Dauer-Ärgernis am Bahnhof Nievenheim. Der VRR sieht die Stadt bei der Unterhaltung der Station in der Mit-Verantwortung. FOTO: ATI
Dormagen. Der Verkehrsverbund Rhein-Ruhr hat den jährlichen Stationsbericht vorgelegt. In Dormagen ergibt sich ein uneinheitliches Bild. Von Stefan Schneider

An Bahnhöfen herrscht Bewegung. Sollte man meinen, doch für den Haltepunkt im Dormagener Stadtteil Nievenheim gilt das nur eingeschränkt. Mit Blick auf den gestern vom Verkehrsverbund Rhein-Ruhr (VRR) veröffentlichten neuen Stationsbericht ergibt sich zumindest bei der Beurteilung des Erscheinungsbildes für Nievenheim der Eindruck des Stillstands. Gesamtbewertung 2013: "Rot", also nicht akzeptabel, mit erheblichen Mängeln. Verbesserungen? Dringend erforderlich. Bewertung 2014: dito. Und 2015? Man ahnt es schon: ebenfalls "Rot".

Der Bericht stützt sich auf die viermal jährlich erhobenen Bewertungen der Bahnhöfe und Haltestellen durch die VRR-Profitester sowie auf extern durchgeführte Fahrgastbefragungen. "Runterzieher" in der Wertung für Nievenheim sind die mangelhafte Funktion des Bahnsteigs - und ein altbekanntes Ärgernis: Graffiti verunstalten sowohl Bahnsteig als auch den Zugang zu den Gleisen. Das ist ein Dauerproblem, denn entsprechende Klagen und Beanstandungen gibt es dort seit Jahren. Der VRR nimmt in seinem Bericht bei den Schmierereien ausdrücklich die Kommune in die (Mit-)Verantwortung. "Die Unterhaltungspflicht liegt auch bei der Stadt Dormagen", betonen die Experten aus dem Verkehrsverbund Rhein-Ruhr. Immerhin: Es gibt auch Lichtblicke am Bahnhof Nievenheim. Sauberkeit und Funktion des Gleiszugangs sind in Ordnung, ebenso die Sauberkeit des Bahnsteigs. Vermerkt ist der behindertengerechte Zugang zum Bahnsteig in Form einer Rampe.

Deutlich besser als die Station in Nievenheim schneiden die beiden anderen Bahn-Haltestellen in Dormagen ab. Die grundlegende Neugestaltung des Bahnhofs im Bereich Mitte schlägt sich im aktuellen Stationsbericht eindeutig nieder. Von der miesen Note "Rot" in der Gesamtbeurteilung aus dem Jahr 2013 über das mittelprächtige "Gelb" (geringfügige Mängel, Verbesserung nicht dringend erforderlich) in 2014 ist nun im vergangenen Jahr endlich ein "Grün" geworden (keine Verbesserungen notwendig). Die Bahnsteige erhalten bei allen drei Kriterien (Sauberkeit, Funktion, Graffiti) ein "Grün", der Zugang zu den Gleisen ist mit zwei Mal "Gelb" (bei Sauberkeit und Graffiti) und einmal "Grün" (Funktion) nach Ansicht der Tester und befragten Fahrgäste zumindest okay. Der Bahnhof verfügt über einen Aufzug als behindertengerechten Zugang zu den Gleisen.

Auf Platz zwei im Ranking der Dormagener Stationen liegt der Haltepunkt am Chempark, der sich offenbar zum Positiven hin entwickelt hat. Gab es in den Gesamtbewertungen aus den Jahren 2013 und 2014 nur die mittelprächtige Einschätzung von "Gelb"/noch akzeptabel, steht das Signal am Chempark nun auf "Grün"/akzeptabel. Im kritischen, roten Bereich sehen die Tester dort keines der ausgewählten Kriterien; verbesserungswürdig ist die Sauberkeit des Zugangs, an dem auch die Graffiti stören - wenngleich das Problem dort nicht so schlimm ist wie in Nievenheim. Rampe oder Aufzug gibt es an der Chempark-Station nicht.

Quelle: NGZ
Diskussion
Ihre Meinung zum Thema ist gefragt

Schreiben Sie jetzt Ihre Meinung zu:

Dormagen: Bahnhof Nievenheim bleibt ein Problemfall


Beachten Sie dabei bitte unsere Regeln für Leserkommentare.