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Dormagen
Barrierefreiheit soll verstärkt gefördert werden

Dormagen. Im Zusammenhang mit dem demografischen Wandel entscheidet der Stadtrat über einen neuen Zuschusstopf.

Die Stadt Dormagen stellt sich auf die Zukunft ein, in der der Anteil der älteren Menschen an der Bevölkerung deutlich steigen wird. Auf diesen absehbaren demografischen Wandel will man im Rathaus unter anderem mit der Weiterentwicklung der Barrierefreiheit reagieren. Dazu ist allerdings Geld vonnöten. Deshalb sollen die Mitglieder des Hauptausschusses in ihrer Sitzung am Donnerstag, 31. August (17.30 Uhr, Ratssaal) eine Empfehlung für den Rat aussprechen: Im Haushalt 2018 soll ein Zuschusstopf für den Bereich "demografischer Wandel" bereit gestellt werden, der mit 4500 Euro gefüllt sein soll.

Mit Hilfe dieser Summe soll die "Barrierefreiheit von öffentlich zugänglichen privatwirtschaftlichen Einrichtungen im Stadtgebiet" verbessert werden, wie es im Beratungspapier für die Politiker formuliert ist. Das heißt: Es geht nicht nur um bessere Zugänglichkeit von öffentlichen Einrichtungen der Stadtverwaltung, sondern zum Beispiel auch von Einzelhandelsgeschäften und Einrichtungen mit Besucherverkehr. Der "Runde Tisch Barrierefreiheit" in Dormagen hatte als wichtige Aufgabe insbesondere die Schaffung der Barrierefreiheit in der Dormagener Innenstadt und im dortigen Einzelhandel festgelegt. Ziel ist es, die privaten Betreiber für die Thematik zu sensibilisieren, sie zu beraten und durch einen finanziellen Anreiz Maßnahmen zum Abbau von Barrieren zu fördern.

Bei der Prüfung und Bewertung der geplanten Maßnahme orientiert sich der "Runde Tisch" an den Kriterienlisten der Zertifikate "Signet barrierefrei" des Landesbeauftragten für Menschen mit Behinderung von Berlin und "Generationenfreundliches Einkaufen" des Handelsverbandes Deutschland. "Für physisch beeinträchtigte und hör- oder sehbeeinträchtigte Menschen ist Barrierefreiheit zwingend, um selbstständig am gesamtgesellschaftlichen Leben teilhaben zu können", argumentiert Dormagens Erster Beigeordneter Robert Krumbein. Und für alle anderen bedeute die barrierefreie Erschließung des öffentlichen Raumes eine Qualitätsverbesserung und Komfortsteigerung. Barrierefreiheit diene nicht nur Behinderten, Alten oder Familien mit Kindern, sondern allen.

(ssc)
 
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