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Dormagen
Bayer trauert um früheren Werksleiter Walter Schulz

Dormagen. Auch Ex-Chef Hermann-Josef Strenger ist gestorben. Von S. Schneider und S. Genath

Bayer trauert um zwei bedeutende Persönlichkeiten seiner Unternehmensgeschichte. Innerhalb weniger Tage sind der langjährige Vorstandsvorsitzende Hermann-Josef Strenger und der frühere Dormagener Werksleiter Walter Schulz gestorben. Schulz starb im Alter von 70 Jahren nach schwerer Krankheit, Strenger kurz vor Vollendung seines 88. Lebensjahres.

Walter Schulz war Ende Oktober 2005 in den Ruhestand getreten - nach 31 Jahren bei Bayer und knapp acht Jahren als Werksleiter in Dormagen, später als Leiter des hiesigen Bayer-Chemieparks. Zu seinen einschneidendsten beruflichen Erlebnissen gehörte, "dass ich an entscheidender Stelle den Prozess der Umstrukturierung des Bayer-Konzerns begleiten konnte", hatte Walter Schulz vor elf Jahren im Interview mit unserer Redaktion gesagt. Diese Umstrukturierung habe tiefe Spuren im Werk und bei den Mitarbeitern hinterlassen, lautete damals seine Einschätzung.

Außerhalb der Werkstore pflegte Schulz nicht nur Kontakte zu Politik, Medien und Verwaltung, sondern auch zum Raphaelshaus und zu den Schützen. Er gehörte dem Rotary-Club in Dormagen an und war Vorsitzender des 2014 gegründeten Fördervereins der Römer-Therme. Eines seiner Hobbys war die Modelleisenbahn.

Hermann-Josef Strenger war der erste Nicht-Chemiker an der Spitze von Bayer. In seiner Zeit als Vorstandsvorsitzender, von Juni 1984 bis April 1992, wurden Geschäftsgebiete durch umfangreiche Akquisitionen erweitert und gestärkt. Die zum 40-jährigen Dienstjubiläum 1989 gegründete "Hermann-Strenger-Stiftung zur Förderung internationaler Berufserfahrung" dokumentiert den hohen Stellenwert, den Strenger frühzeitig erworbenen interkulturellen Kompetenzen sowie dem Denken und Handeln in globalen Bezügen beimaß.

Quelle: NGZ
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