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Dormagen
Besinnliches auf Kölsch erklingt in der Basilika

Dormagen: Besinnliches auf Kölsch erklingt in der Basilika
Bruce Kapusta spielte kurz vor dem Jahreswechsel noch Weihnachtliches in der Basilika Knechtsteden. FOTO: G. Salzburg
Dormagen. Konzert mit Bruce Kapusta in der gut besuchten Klosterkirche in Knechtsteden. Kölsche Anekdoten begeistern. Von Hans-Georg Marzinkowski

Kurz nach den Weihnachtstagen hatte die Dormagener Stadtmarketing- und Verkehrsgesellschaft noch einmal zu "Kölsch Klassisch Advent und Weihnacht" in die Klosterbasilika Knechtsteden eingeladen. Eine riesige Besucherschar strömte zum Kloster, selbst die Chorseiten waren dicht besetzt. Angesagt war der Kölner Trompeter, Sänger und Entertainer Bruce Kapusta, der auch als der "Clown mit der Trööt" im Kölner Karneval seit zwei Jahrzehnten eine feste Größe ist.

Für sein Weihnachtsprogramm setzt Kapusta allerdings ganz auf deutsche und internationale Weihnachtsmusik. Sein großes Team für aufwendige perfekte Technik hatte die Basilika sehr dekorativ illuminiert, selbst die farbigen Kapitelle der Säulen strahlten dezent im Licht.

In diese festliche Atmosphäre zog Bruce Kapusta (41) mit dem amerikanischen Weihnachtslied "Little Drummer Boy" ein. Überwiegend vom Band kam die musikalische Begleitung, mal mehr, mal weniger geschmackvoll. Ein opulentes Orgelvorspiel leitete den mittelalterlichen Choral "In dulci jubilo" ein, seichte Modulationen begleiteten "White Christmas".

Aber im Chorraum saß auch in dunkler Robe Chizuko Takahashi (Violine): Ihre Vorspiele und Begleitungen live waren von ausgesuchter Güte. Da klangen auch echt kölsche Lieder wie "Et jeiht op Hellichovend aan" und "Weihnachte is do" wirklich klassisch. Als Sänger hatte Bruce Kapusta nicht das gleich große Format des Trompeters. Dennoch war "Höösch fällt d'r Schnie" eine Köstlichkeit.

In kleinen persönlichen Moderationen erklärte der Künstler auch, warum die Bortnjanski-Melodie zu "Ich bete an die Macht der Liebe" - seit 1838 auch fester Bestandteil des großen Zapfenstreiches - in sein Weihnachtsprogramm gehört: "Es war das Lieblingslied meiner Mutter."

In zwei großen Blöcken war das Publikum zum Mitsingen eingeladen. Die Mehrheit taute erst bei "O du fröhliche" richtig auf. Viel lieber hörten die Besucher auf die wunderbaren kölschen Erzählungen, die von der Mundartautorin und Kabarettistin Elfi Steickmann zwischen den Musiktiteln vorgetragen wurden. Mit nachdenklichen, vor allem aber temperamentvoll heiteren Geschichten las sie authentisch, aber immer verständlich, denn Elfi Steickmann "schreibt, spricht und lacht kölsch".

Quelle: NGZ
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